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2 (1877)
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Plan vollkommen, so daß Alviano den Abzug erst merkte, alses zu spät war. Er folgte ihnen bis Creazzo, wo ein ebenesThal, mit Bergen umgeben, voll Standen und Hecken war, undgriff sie hier an. So erfolgte am 7. Octobcr die Schlacht,welche durch die Standhaftigkcit und Tapferkeit des deutschenFußvolks und seiner Obersten so glücklich für die Verbündetenentschieden wurde, daß die Venctiancr sechsundzwanzig Hanpt-leute, fünftausend Mann, darunter vierhundert Kürißer nebstvicrundzwanzig Stücken Geschütz und sonst noch viel vornehmeGefangene verloren. Die Verbündeten wendeten sich dann nachVerona in die Winterquartiere").

Im Jahre 1516 war Georg von Liechtenstein wieder inDeutschland thätig. Franz von Sickingen hatte durch seinenKrieg gegen die Stadt Worms die NeichSncht auf sich gezogen,und der Kaiser inachte Georg zum Hauptmann des Kricgsvolks,das gegen Sickingen gesandt wurde 2). Es kam aber nicht zurDurchführung der Neichsacht. Dagegen riefen ihn die Ereignissedes nächsten Jahres wieder auf den italienischen Kriegsschauplatz.Franzosen und Venetianer unter Odet von Lautrec belagerteilVerona, in welchem Marco Antonio von Colonna befehligte lindneben ihm Georg von Frondsberg mit viertausend deutschenKriegsknechten. Es war eine der denkwürdigsten Belagerungenjener Zeit, wobei von beiden Seiten alles aufgeboten wurde, wasdie damalige Kriegskunst vermochte, bis man förmlich auf beidenSeiten fast ermüdete. Aber die Dauer der Belagerung hatte auchdie Roth in der Stadt hervorgerufen; da erschieneil die Befreier,nachdem der Kaiser schon vorher Briefe in die Stadt geschickthatte, daß er sein Kriegsvolk nicht verlassen werde. Georg vonLiechtenstein hatte vom Kaiser den Auftrag erhalten, nachdem erzuvor schon Brcscia entsetzt hatte, auch Verona zu befreien.Mit achttausend Mann, einer Menge Proviant und Vieh, mit

») Spangenberg, a. a. O. II. 234; Barthold a. a. O. 150.2) Spangenberg, a. a. O.