Diese führten sechstausend deutsche Landsknechte nach Italien,mit denen sich die Reste von Deutschen, die ans der Schlachtvon Ravenna übrig geblieben waren, vereinigten. Die Spanierbefehligte der Bieekönig von Neapel, Graf Raimund von Car-dona. Sodann waren bei dem Heere des Kaisers Freund HerzogErich von Brnunschwcig, Fürst Rudolf von Anhalt, Graf Hohervon Mansfeld, der Markgraf von Pescara, Prosper Colonna u. a.Alle diese damals bereits berühmten Kriegshelden waren sich ein-ander wohlbekannt und befreundet aus verschiedenen gemeinsamenFeldzügen, alle voll Kriegserfahrnng, so daß „ein jeder von sichselbst wnßte, was seines Thuns wäre, daher es bei ihnen nichtviel Beschleus oder Anschaffens brauchte" '). lim Padua, inwelchem die Vcnctiancr lagen, während sie in der Umgegend diebewaffneten Bauern aufgebracht hatten, entbrannte der ersteKampf, in welchem Georg von Frondsbcrg Gelegenheit hatte,mit hnndertfünfzig deutschen Fnßknechtcn die zehnfache Zahl be-waffneten Landvolkes zu schlagen. Als die Verbündeten dannaber im Lager zu Verona standen und hier die Veroncserschützten, bis sie ihren Wein und ihre Frucht eingeerntet hatten,veranlaßte sie des Kaisers Legat, der Cardinal Matthäus vonSalzburg, zu einem Zuge gegen Venedig, während die Haupt-macht der Venetianer unter ihrem besten Feldherrn BartolommeoAlviano nnthätig bei Padua stand. An dem Zuge betheiligten sichder spanische Vicckvnig von Neapel mit fünfzehn Fähnlein Spa-nier, sodann sieben Fähnlein Dentschcr, jedes fünfhundert Knechtestark, unter den drei genannten Obersten Georg von Liechten-stein, Georg von Frondsbcrg und Hans Jakob von Landau;siebenhundert spanische geharnischte Reiter befehligte der Mark-graf Ferdinand von Pescara, die deutschen geharnischten undleichten Reiter der Oberste Philibert Suggar. Auch nahmen siean Geschütz zwölf Falconcn mit sich. Nach Einnahme mehrererkleiner Ortschaften gelangten sie bis nach Mestre und zum Fort
h Fugger, Ehrenspiegel 1303.