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1 (1868)
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am 10. Juli und der Vertrag sollte mit vierwöchcutlichcr Kün-digung bis zum 24. April des nächsten Jahres 1488 dauern').Jedenfalls trat damit Christoph nicht zur Partei des Kaiserswieder zurück, denn im Jahre 1488 wurde er oon König Matthiasmit dem Bischof Thomas von Raab als Bevollmächtigter nachSt. Pölten abgeordnet, um dort mit des Kaisers Feldhauptmannund Stellvertreter Herzog Albrecht von Sachsen Friedensverhand-lungen zu führen ^). Die Sache kam aber nicht zu Stande. VonMatthias erhielt er 1487 noch die LandmarschallSwttrde oderwurde darin erneuert^), wenn er sie, wie oben nach Wnrmbranderzählt, schon 1471 erhalten hatte. Zwei Jahre später fügteMatthias auch noch das Amt des Erbschenken hinzu, welches durchdas Aussterben des Hauses Pottendorf erledigt war. Es heißt inder Urkunde:Wir haben angesehen und betracht die getreuen,angenehmen, nützlichen und grvßersprießlichen Dienste, die uns derEdle, unser lieber und getreuer Christoph von Liechtenstein vonNikolsburg, nnser Landmarschall in Oesterreich, lange Zeit, un-gespart seines Leibes und Gutes, unverdrossentlich gethan hat."Der König verleiht ihm deßhalb das Erbschenkenamt, ihm undseinen Erben zu ewigen Zeiten^). Allein nach Matthias Todeund nach der Rückkehr des Kaisers Friedrich mußte Christophdieses Amt wieder abtreten; es kam sodann an die Harbecks.Matthias wußte seine Dankbarkeit gegen Christoph auch sonst zubethätigen, indem er ihm noch in demselben Jahre verschiedeneDörfer, ein Haus zu Nußdorf, Weingärten, Zehnten und Gültenverlieht). Christoph kaufte dazu noch vom Herrn von Fronauzur selben Zeit den Markt Neusiedel, der ein Lehen des Markgrafenvon Brandenburg war °). Die Belehnung durch den letzteren erhielter im nächsten Jahre. Ueberhanpt könnten wir von dieser Zeit an

!) Kurz, a. a. O. II. 287; vergl. 181.

2) Lischt. Archiv Q. 8.

h Z. 2; Wurmbrand 287, vergl. 207.

0 Wurmbrand, 303; Z. 44.

0 Lischt. Archiv B. SS.

°) H. O. 29; A. 29.