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1 (1868)
Entstehung
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Mauthen und Zölle, sollten sie aufheben; diejenigen von ihnen,welche der Kirchenbann getroffen, sollten wieder losgesprochenwerden. Das bezog sich auch auf Heinrich von Liechtenstein. Diebeiderseitigen Gefangenen sollten los und ledig sein. In dieserBeziehung erhielt noch später Heinrich eine Mahnung des Kaisersvom 8. Februar 1478, einen gefangenen Anhänger des KaisersBurkard Kienberger loszugeben'). Die Gnadenbriefe wurdennicht ohne Weiteres ausgestellt. Am 14. April schreibt der Kaiseran seinen Feldhauptmann, den Grafen Hugo von Werdenberg,daß er bereit sei für Heinrich von Liechtenstein und die anderenLandherrcn Briefe auszustellen, daß diese aber vorher die ihrigenschreiben müßten 2). Ob sie ausgestellt, wissen wir nicht, dochmuß zwischen dem Kaiser und Heinrich von Liechtenstein einbesseres Verhältniß hergestellt sein, denn am 25. Mai 1478richtet der erstere selbst ein Schreiben an Heinrich, worin er ihnzur Entschädigung des Mauters zu Stein auffordert, dem seinDiener vor der Absage eine nicht unbedeutende Summe ge-nommen hatte, „daran tust du uns zusambt der Pillikait gutgevallcn" 2).

In dem bald wieder ausbrechenden Streite zwischen dem Kaiserund dem König von Ungarn scheint auch Heinrich mehr eine vermit-telnde Stellung eingenommen zu haben. Auf den österreichischen Land-tagen (1478 und 1479) war man bemüht, geordnete Verhältnissewieder herzustellen, aber der Kaiser konnte die Friedensbedingungennicht erfüllen, namentlich die dem ungarischen Könige versprocheneGeldsumme nicht zur rechten Zeit aufbringen, und dieser zog seineTruppen nicht aus den Städten und Schlössern zurück. Bei dendarüber geführten Verhandlungen ging Heinrich von Liechtensteinals Abgesandter der österreichischen Stände zum König von Ungarnund wußte auch denselben zu milderen Bedingungen in Bezug aufdie Zahlung der fraglichen Summe von hunderttausend Gulden

1) Notizbl. 1852. 368. Nr. 501.

2) UoQuiri. Ksbsd. a. a. O. 545. 547.

°) A. a. O. 576.