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1 (1868)
Entstehung
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war Feldhauptmann des Kaisers im Lande ob der Enns undhatte sich schon im Jahre vorher gegen die Böhmen ausgezeichnet,deren Einfälle er zurückgeschlagen hatte. Das Land litt furchtbarunter den Plünderungen und Verwüstungen, und besonders wares das Kloster Banmgartenberg, das von den Angriffen undUeberfällen großen Schaden nahm. Auch das Kloster St. Florianhatte viel zu leiden, und der Propst Caspar mußte zweimal imselben Jahr an Christoph von Liechtenstein Geld, Korn, Mehlund vieles andere, dessen dieser zum Unterhalte seiner Leute undSöldner bedurfte, erlegen. Die Unterthanen des Klosters nahmenaußerdem großen Schaden durch Fütterung der Pferde, Verlustdes Viehes, besonders diejenigen, die in der Nähe der liechten-steinischen Schlösser angesessen waren. Christoph von Liechtenstein,der in dieser Gegend vorzugsweise den Krieg geführt zu habenscheint, und der eigentlich auf Steicreck saß, da seinem BruderHeinrich nach Johanns Tode Nikolsburg zugefallen war, hattedie Schlösser Wechsenberg, Ottensheim, Wilhering, Steiereck undReichenstein inne; er hatte Verschanzungen, einen sogenanntenTabor, in Kleheim und Klotzeneck"). Auch Schwertberg, dessenBesitzer liechtensteinische Vasallen waren, stand zu Christophs).

Währenddeß war König Matthias in Unterösterreich ein-gefallen und belagerte Wien. Der Kaiser, der nach Gunmdengeflüchtet war, sah sich zum Widerstande zu schwach. Am 1. Dc-cember wurde zu Korncuburg der Friede geschlossen, in welchenauch die liechtensteinischen Brüder mit den anderen österreichischenEdelherren aufgenommen waren. In Beziehung auf sie wurdefestgesetzt, daß den kaiserlichen Unterthanen, welche die Partei desKönigs ergriffen hatten, schriftliche Versicherung einer gänzlichenVergessenheit des Vergangenen zugestellt werden sollte, wofür sieebenfalls schriftlich in Zukunft dem Kaiser Gehorsam versprechensollten; die ihnen genommenen Güter werden ihnen zurückgestellt;ihre Schanzen aber, die sie im Kriege errichtet, desgleichen ihre

9 Kurz, Friede. IV. 2. Bd. 127.

2) Archiv f. Kunde öst. Gesch. XVII. 179.