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1 (1868)
Entstehung
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484
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völlig mit seinem Kanzler Stephan von Hohenberg und schließlichsoll auch Heinrich mit den Eberstorfern und Christoph von Potten-dorf in Ungnade gefallen sein, worauf sie dann ihren Friedenmit dem Kaiser machten. Bei der Kürze der Zeit, die dazwischenliegt, scheint es uns aber wahrscheinlicher, daß es allein der schnelleTod des Erzherzogs war, der Heinrich und seine Freunde ver-anlaßt, sich wieder mit dem Kaiser zu einigen. Nach einer Be-sprechung mit ihren ehemaligen Bundesgenossen, dem Grafen vonPösing und Ulrich von Grafeneck, gingen sie nach Neustadt, undder Kaiser, dem solche Freunde nur willkommen sein konnten,nahm sie in seine Gnade wieder auf. Bei den Landtagsver-handlungen in Hadersdorf begegnen wir Heinrich nur in einermehr privaten Angelegenheit. Die Wiener hatten einige HofleuteUlrichs von Grafeneck in das Gefängniß geworfen; der Landtagverlangte ihre Herausgabe und forderte die Wiener auf, sie anHeinrich von Liechtenstein zu überliefern ^).

Wir verlassen hier einstweilen Heinrich, der zu dieser Zeitund auch später bei den politischen Begebenheiten in den Vorder-grund tritt, und kehren zu Johann, dem ältesten Bruder, wiederzurück. Das fürstliche Archiv kennt ihn die sechziger Jahre hin-durch in einer Reihe von Urkunden, die ihn mit Verwaltung undVermehrung der Besitzungen beschäftigt zeigen. So kaufte er1460 den Hof zu Reibersdorf, 1467 den Hof zu Hetzendorf vonden Augustinern in Wien und so von Jahr zu Jahr Felder, Hölzer,Gülten u. s. w. 1467 vermählte er seine Tochter Elisabeth mitGeorg von Pottendorf, wie schon oben mitgetheilt. 1469 belehnteer Georg von Arberg mit Gutenbrunn und 1472 gab er alsLehnsherr mit seinen drei Brüdern die Zustimmung zu einemGütertansche des Pfarrers zu Gnandorf Georg Kästner mitStephan von Eitzings). In demselben Jahre finden wir seinenNamen noch einmal mit den politischen Dingen verknüpft. Am

>) Chmel a. a. O. 125.

-) Stecht. Archiv I. 113. 116; H. * 15—20; Wurmbraud 7.

2) Archiv f. Kunde öst. Gesch. V. 55.