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1 (1868)
Entstehung
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15. Octobcr 1456 bestätigte König Ladislaus das Vermächtnis;,welches Wilhelm van Liechtenstein seiner Gemahlin Barbara, desGrafen Nicolaus Frangipani Tochter, mit der lehnbarcn FesteWilfcrSdorf machte >). Eben diese Herrschaft und Feste Wilfers-dorf versetzte Wilhelm aber einige Jahre darauf an seinen VetterHeinrich für die Summe von 2600 Pfund in der Art, daß,wenn er vor geschehener Ablösung mit dem Tode abgehen sollte,die Herrschaft bei Heinrich und seinen Erben zu eigen verbleibensolle 2). Wir dürfen hieraus wohl schließen, daß seine GemahlinBarbara bereits in der Zwischenzeit gestorben war, und zwarohne ihm Kinder zu hinterlassen. Auch der Tod Wilhelms tratnoch in demselben Jahre 1459 ein, womit denn die abgctheiltenGüter an die vier Brüder, seine Vettern, zurückfielen. Was vonseiner Mutter Amalie von Buchheim herrührte, fiel an dieBuchheims zurück. Wir haben darüber noch eine Nachricht ansdem Jahre 1494^). Der allzufrühe Tod Wilhelms war einsehr gewaltsamer und unerwarteter. Er war im Juli dieses Jah-res in Brünn bei der Zusammenkunft des Kaisers Friedrich unddes Königs von Böhmen Georg Podiebrad und kehrte von dieserVersammlung nach Moisburg zurück, als er bei Selowitz, manweiß nicht ob von Räubern oder Feinden, überfallen und er-schlagen wurde. Man fand seinen verstümmelten Leichnam, derverscharrt worden war, und brachte ihn zur Beisetzung nachNikolsburg ^).

Wir kehren zu Johann und seinen Brüdern zurück, welchenach Wilhelms Tode die einzigen männlichen Angehörigen desHauses waren. Johann hatte sich im Jahre 1449 mit Bertha,Ulrichs von Rosenberg Tochter, vermählt^). Im Jahre 1450veranlaßte er Albert von Eberstorf von Stephan von Zelking die

>) Lichnowsky VIII. Regg. 2157 b.2) Liecht. Archiv V. 21.

-) R. 16.

0 Pez II. 897.

0 Archiv für Kunde öst. Gesch. XII. 354.