Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
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Brüder Christoph und Georg zu Mistelbach gestiftet hatten, wegenBaufälligkcit des Schlosses nach dein Spital zu Feldsberg über-tragen'). Dies war das Todesjahr Georgs, für dessen KinderChristoph zu Vormündern Georg von Bnchheiin und Johannvon Bernstein bestelltes, wahrend er mit der Wittwe desselbenHedwig von Bottendorf einen Vertrag machte, wonach sie ver-sprach, gegen Zahlung von jährlich hundert Pfund Wiener Pfen-nige ihr Lebcnlang zu Nicolsburg zu bleiben, nicht wieder zuHeirathen und bei ihrem Tode alle ihre fahrende Habe undKleinodien ihren Kindern und dem Stamm und Haus der Liechten-steiner zu hinterlassen ^).

Christoph überlebte seinen Bruder nicht lange, doch warer noch im Jahre seines Todes thätig für den Kaiser Friedrich.Die Fehden und Unruhen an der mährisch-österreichischen Gränze,worunter insbesonders die liechtensteinischen Besitzungen leidenmußten, nahmen kein Ende. Ein jeder der österreichischen Herrensuchte sich ans eigene Hand durch Vertheidigung und Wiederver-geltung zu helfen, dock) fanden die mährischen Unruhestifter undRäuber im eigenen Lande hinlänglichen Schutz. Der Kaiser,überall anderswo beschäftigt und festgehalten, suchte endlich durchVerhandlung mit den mährischen Landständen zum Ziele zu kom-men und Frieden und Ruhe herbeizuführen und ordnete zu diesemZwecke eine Anzahl Bevollmächtigte ab, nämlich Christoph vonLiechtenstein, kaiserlichen Rath, den Landmarschall von OesterreichRüdiger von Stahremberg, den Abt von Geras, den Pröpstenvon Klosterneuburg, Georg von Buchheim, Sigmund von Eber-storf, Ulrich Eizinger von Eizing, Wilhelm Ebscr, NiclaS Truchscßzu Stetz und zwei Bürger von Wien Andreas Hilbrand undReinhard Zettlinger. Die Vollmacht war am 2. März 1445ausgestellt, die Verhandlungen begannen zu Znaiin am 7. März.Es wurden insbesondere von österreichischer Seite gegen Hans

') Liecht. Archiv Bb. 15.

2) G. 18.

-) L. * lS, t^ol. 311.