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1 (1868)
Entstehung
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454
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In demselben Jahre war Christoph Testamentsvollstrecker fürHans von Meißan ^).

Auch im folgenden Jahre 1442 stellte Friedrich an Chri-stoph eine Schadloserklärung aus; derselbe hatte ihm dreihun-dert Mann zu Roß und zu Fuß zum Schirm des Landes Oester-reich zugeführt, und der Kaiser versprach ihm alle wissentlichenSchäden, so er und seine Rittersleute von den Feinden genom-men, zu bezahlen 2). Wahrscheinlich war es auch im Interessedes Kaisers, daß Christoph zu dieser Zeit in MißHelligkeit mitder Königin von Ungarn und dem jungen König Ladislaus, deinMündel Friedrichs, war, deren Feind er ausdrücklich genanntwird. Er war die Veranlassung zur Gefangenschaft Christophsvon Wolfau, eines Anhängers der Königin von Ungarn, gewesen,und dessen Gemahlin Wandala hatte ihr Schloß an den Haupt-mann des Königs von Polen Johann Czappeck von Saan undHohenwald übergeben, um von hier aus die Fehde gegen Chri-stoph von Liechtenstein zu führen. Czappeck glaubte es mit demLiechtensteiner allein zu thun zu haben, es waren aber andereOesterreicher, Rüdiger von Stahremberg, Linhart Arbers undLienhart Asenheimer, Hauptmann zu Bocherlitz, welche die Leutedes ungarischen Hauptmanns überfielen und gefangen nahmen.Letzterer schickte dafür an Kaiser Friedrich einen Beschwerde- undAbsagebrief, welchem wir diese Daten entnehmen (25. Januar1442^). Mit dieser Begebenheit und der Haltung Christophssteht wohl der gleichzeitige Zug von 1000 bewaffneten Wienerngegen Preßburg in Verbindung, welche Stadt damals von Czap-peck für seinen König belagert wurde; man wollte sie aber öster-reichischerseits nicht in polnische Hände kommen lassen, und dieWiener entschlossen sich daher rasch und gut, der Königin Elisa-beth von Ungarn zu Hülfe zu eilen und damit eine Gefahr für

') Chmel, a. a. O. I. Nr. 307. 3ö.

2) Lischt. Archiv T. 15.

ch Kollar, ^nÄleetü, II. 1027; Chmel, Gesch. Kaiser FriedrichsIV.2. Bd. 134.