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Schwager Heinrich, seinem Vetter Hartncid und ihren eigenenbeiden Söhnen Hans und Ulrich, wonach sie alten Ansprüchen,die etwa aus dem Tode ihres Mannes für sie hervorgehen könnten,mit Ausnahme ihrer Morgcngabc, mit gutem Willen in freund-lichem Einverständnis; entsagt').
Die zahlreichen Nachrichten, in denen Heinrich V. Anfangsnoch mit seinem Oheim Johann dem Hofmeister, sodann mit sei-nen Brüdern und seinem Vetter erscheint, übergehen wir alsbereits bekannt. Wir haben ihn auch mitvcrwickclt gefunden indem Streit zwischen König Wenzel einerseits und König Sigmundund den österreichischen Herzogen andererseits; bei der Flucht jenesKönigs war allerdings Johann der eigentliche Veranstalter undSchirmer. In dem Kriege zwischen Herzog Leopold und Ernsttrat er dann ans des ersteren Seite und wurde sein Hofmeister.In dieser Eigenschaft wirkte er mit in den verschiedenen Friedens-verhandlungen (1408). Im Jahre 1406 hatte er das Unglückauf dem Heimwege von Brünn nach Nikolsburg den ZnaimerRaubrittern in die Hände zu fallen, doch muß er bald wiederbefreit worden sein2). Die nächsten Jahre hindurch erscheint Hein-rich in Urkunden zum öfteren, bei Ankäufen, Erwerbungen ver-schiedener Art und Bclchnungcn, thcils mit seinem Bruder undVetter, theils allein, sowie auch in den Streitigkeiten mit denStnbenbcrgcrn, mit Neinprecht von Wallsee und über das Erbeder Capellen, worauf wir bei Hartneid zurückkommen. Für sichallein belehnte er „den ehrbaren Knecht Philipp den Fünfkircher"mit Weinbergsrechten am Heuberg zu Ottenthal und mehrerenZehnten auf Weinbergen daselbst (1411), desgleichen verlieh erZehnte in Feld und Dorf zu Lachfeld im Jahre 1413 an Wenzelvon Leizersdorf").
Im Jahre 1412 wurde er nach dem Tode seines BrudersJohann Burggras oder Hauptmann zu Znaim. Der Tod Herzog
') Liecht. Archiv Dd. 19.
2) Pessina, Nars Norsvlous 4SI.
2) Liccht. Archiv C. 19. 20.