Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
367
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Parteien verglichen sich dann noch dahin, die Schulden nndandere Beschwerung, welche auf der Verlassenschaft ruhte, zugleichen Thcilen zu tragen '). Dasjenige, was Hans von-Buchheimfür seinen Theil geerbt hatte, nämlich den sechsten Theil, sodannnoch den Theil und Satz, den er an Marchegg gehabt hatte,erkaufte im folgenden Jahre 1388 Johann von Liechtenstein für6036 Pfunds. Wir sehen ans diesem wie aus den vielfachenErwerbungen, die schon vorher mitgctheilt worden sind, wie be-deutend die Vergrößerung des liechtensteinischen Besitzes durch denHofmeister Johann gewesen sein muß. Vom Glück begünstigt,erlangte er vieles durch Erbschaft, mehrcres verlieh ihm derHerzog um seiner Verdienste willen, das Meiste aber erwarb erwohl durch Kauf mit Hülfe seiner Sparsamkeit und klugen Ver-waltung.

Auch Friedrich von Pottendorf hat später seinen Antheilan dem Erbe an Johann von Liechtenstein nnd seine beidenBrüder Hartneid nnd Georg im Jahr 1391 verkauft. Es wardies sein Theil und Recht an der Stadt und der Feste Fclds-berg, die freies Eigen war, die Kirchenlehen, Kapellenlehen,Altarlehen und andere geistliche Lehen daselbst; ferner das Gerichtdaselbst mit Stock und' Galgen, die Zehent zu Feldsberg mitihrer Zugehörung, welche österreichisches Lehen waren; sodannsein Antheil an dem Hof zu Schrattenberg und das Holz genanntder Thenn, welches ein Lehen des Bischofs von Regcnsburg war;endlich noch verschiedene andere Rechten und Zehnten oder An-theile daran, zu Ginzerödorf, zu Krut, zu Pottendorf, zu Rein-thal, Wctzelsdorf, Walterskirchcn, Erdbcrg, der Weierhof zuFeldsberg, ein Antheil an Drösing nnd an der Feste Weisscnsteinnnd die Güter Warnstein und Frcidcgg, alles zusammen um11.034 Pfund 60 Pfennige 3). Einen anderen Antheil von Stadtnnd Feste Feldsberg hatte Johanns Gemahlin Elisabeth von

') Liccht. Archiv toi. 311. L. * 13.

2) N. 7.

s) Itoi. 129. H. 1- 9.