tmstein über das Haus Maidbnrg im Jahre 1334 gegebenhatte >) und verlieh ihm im Jahre 1380 die Feste Neuhaus mitallem Zubehör, mit dem Dorf Rabcnschinknitz, der Mühle zuNiedcr-Wistritz und zwei Holden zu Ober-Wistritz 2). KönigWenzel aber bestätigte zu gleicher Zeit an Johann und seineBrüder alle Freiheiten in Mähren, welche die Liechtensteiner 1332von König Johann, wie oben berichtet worden, erhalten hatten ^).
Der Krieg zwischen dem Grafen Heinrich von Schanmbcrgund dem Herzog Albrecht, in welchem des letzteren HofmeisterJohann von Liechtenstein eine so bedeutende Rolle spielte, kamnach langen Streitigkeiten im Jahre 1380 zum wirklichen Aus-bruchs. Die Hauptursache war wohl die, daß der mächtige Graffür seine reichen Herrschaften eine reichsnnmittelbare Stellungeinnehmen wollte, dem gegenüber Herzog Albrecht die Lehns-herrlichkeit beanspruchte, da schon Heinrichs Bruder Ulrich seineBesitznngen von Herzog Rudolf zu Lehen genommen hatte. Räu-bereien und Uebcrgriffe des gewaltthätigen Grafen führten denAusbruch herbei. Herzog Albrecht rüstete mit Hülfe Johanns vonLiechtenstein und anderer seiner Edlen, die ihm Summen vor-streckten, Truppen ans und stellte sie unter den Befehl Reinprechtsvon Wallsee, der damit vor die Schlösser des Grafen rückte,Kaminer und Efferding einnahm und Schaumburg belagertes.In seiner Bedrängniß fand der Graf Unterstützung an denböhmischen Herren von Rosenberg, deren ausgedehnte Besitzungenan den österreichischen Gränzcn lagen, und die auch nicht miträuberischen Einfällen in die österreichischen Lande warten ließen.
>) Lischt. Archiv 1'. 19.
2) Ed. B. 14; X. S0.
2) Eb. X. 49.
Das Folgende nach Kurz a. a. O. 1 ff.; vgl. die urkundl. Bei-lagen XI-VI. ff.
0 Für alle seine Kosten in diesem Kriege erhielt Reinprecht vonWallsee vom Herzog das Versprechen der Schadloshaltung nach dem Aus-spruche von Johann von Liechtenstein, Haidenreich von Meißan und Hein-rich von Rauhenstein (Lichnowsky IV. Regg. 1511).