Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
316
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erscheint. Wahrscheinlich ist dies also ein zweiter Friedrich, derSohn des ersten, nnd wir dürfen das wohl nmsomehr annehmen,als von 1278 bis 1297 überhaupt kein Friedrich erwähnt wird.Wahrscheinlich war der erste in der Zwischenzeit gestorben. Aberauch von diesem zweiten Friedrich finden wir seit dem Jahre1305 keine weiteren Nachrichten. Ob auch er früh gestorben- ist?Fast möchten wir es daraus schließen, daß seine Mutter, dieWittwe Agnes, in der bereits erwähnten Urkunde von 1310, dievon ihrem Vater ererbten Güter an ihren Bruder Chalhoch meddessen Kinder vermachte. Diese Urkunde enthält die fernere Be-stimmung, wonach die Wittwe Agnes einen Becher oder Kelchihrer Tochter Agnes von Blankenstein an die Pfarre von Ebers-dors vermachte. Demnach scheint Friedrich 11. keinen Sohnhinterlassen zu haben, da die Güter der Mutter an deren Familiezurückgingen, wohl aber Töchter, deren eine bereits im Testamentder Mutter genannt wird. Zwei andere finden wir sehr vielspäter in einer Urkunde, des liechtensteinischen Archivs "). Im Jahre1369 nämlich übergab zu Wien Frau Katharina, Herrn Friedrichsvon Liechtenstein Tochter und Herrn Heinrichs von HagenbergWittwe, ihren Vettern, den Herren Heinrich, Johann und Hart-neid, sodann den Herren Hartneid und Georg, Brüdern vonLiechtenstein von Nikolsburg, mit einander alle ihre Güter, sovon ihrem Vater an sie geerbt und gefallen waren, also daßsolche Güter nach ihrem und ihrer Schwester Frau Elisabeth,Herrn Ottos von Kheyau Wittwe, und ihrer Tochter Frau Ka-tharina Tode auf sie, die Herren von Liechtenstein, fallen sollten.So fern auch der Zeitpunkt von 1305 oder 1310 bis 1369 ist,so ist doch kein Grund vorhanden, hier einen dritten Friedrichanzunehmen, sondern die Schwestern, die hier bereits Wittwensind, konnten sehr wohl die Töchter des zweiten Friedrich sein.Der Heimfall ihrer vom Vater ererbten Güter an die Vetternspricht nmsomehr dafür, daß jener keine männliche Nachkommen-schaft hatte.

Reo. R. 5.