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ihr Herzog sei gefallen, und erschreckt und sich ohne Führungfühlend, warfen sie sich in die Flucht und überließen das Schlacht-feld dem Gegner. Das Krenzhecr hatte einen herrlichen Siegerfochten, den es vor allem der Tapferkeit und EntschlossenheitHeinrichs von Liechtenstein verdankte. Sechzehnhnndert Pferdewaren erbeutet, fünfzehnhundert feindliche Krieger lagen auf demSchlachtfeld, wogegen das Heer der Ritter nur sehr geringeVerluste hatte.
Das Krenzhecr hielt mit Jubel seinen Einzug in das vonTrnchscß Drüsiger erschreckte Thorn, während der Herzog Svan-tcpolk im Gefühl seiner Niederlage um Frieden bat, welcher auchin den ersten Monaten des Jahres 1246 zu Stande kam').Auch hierbei soll, wie eine Chronik erzählt, Heinrich von Liechten-stein thätig gewesen sein, denn der Herzog verlangte ihn alsseinen eigentlichen Besieger zum Unterhändler und Vermittler mitdem Orden. Heinrich kam auch zur Unterredung, konnte aber aufdie Bedingung, welche der Herzog stellte, die Zurückgabe seinesals Geißel zurückbehaltenen Sohnes, nicht eingehen, da ja selbstdieser Umstand den Herzog nicht vom Kriege abgehalten hatte 2).Das Weitere blieb dem Orden überlassen, während Heinrich mitden Seinen nach Oesterreich zurückkehrte, wo ihn im Jahr 1246wieder neue Thaten und schwere Zeiten erwarteten.
Herzog Friedrich stand im Kriege mit König Bela IV.von Ungarn, welcher im Juni des genannten Jahres persönlichmit einem großen Heere an der Leitha erschien. Der Herzog eilteihm von Wiener-Neustadt aus am 15. Juni mit den Seinenentgegen; mit ihm Heinrich von Liechtenstein. An der Leitha kames zur Schlacht. Der Herzog warf mit Ungestüm die angreifen-den Ungarn oder Cumanenschaaren zurück, aber in der Hitzeder Verfolgung trennte er sich znweit von den Seinen, einCumane traf sein Pferd mit dem Pfeil am Kopfe; der Herzogstürzte und den Liegenden soll ein Frangipani mit dem Schwert
') Voigt, Geschichte Preußens. II. S52 ff.
2) Wurmbrand, Doli. 189.