Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
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Rudolf, Christophs I. Sohn, starb wahrscheinlich sehrjung; er bleibt im Uebrigen ungenannt. Vielleicht beruht sogarseine Existenz ans einer Verwechslung, denn die erwähnten Aus-züge aus den Urkunden in Muran machen seine ihm zugeschrie-bene Schwester Helena, die sich im Jahre 1517 mit Blasiusvon Keutschach vermählte, zu einer Tochter Rudolfs, d. i. desfünften. Und dieses dürfte das Richtigere sein. Darnach hättedann Christoph keine Kinder hinterlassen, und es dürften dieAngaben, welche unsere handschriftlichen Nachrichten über dieKinder Achazens machen, richtig sein, denn die beiden TöchterAnna und Agnes werden in den Murauer Urkunden ausdrücklichals solche anerkannt. Die erstere, Anna, verheirathete sich dieserQuelle zufolge 1535 mit Heinrich Strein von Schwarzenau,Agnes 1538 mit Ambrosius von Stubenberg.

Auch Georg und Franz machen uns Schwierigkeiten, dasie selbst früher erwähnt werden als ihr angeblicher VaterRudolf V., wenigstens als dieser mit Namen auftritt. Letzteresgeschieht erst 1505, er mußte aber damals, als Sohn vonNicolaus schon ein bedeutendes Alter haben. Georg und Franzsollen ein Haus zu Wien in der Hochstraße 1497 an Christophvon Liechtenstein von Nicolsburg verkauft haben. 1498 sollen sievon Christoph von Nor das Gut Unterdürnbach gekauft und es1505 wieder an Hans von Geyer verkaust Habens. Unserehandschriftlichen Nachrichten geben Georg zur Gemahlin Katharinavon Eibenstein, geborne von Grafenwerder. Diese brachte ihmeine Tochter zu, Christina von Eibenstein, vermählte Hager vonAlantstein, von welcher er im Jahre 1524 die halbe Feste Regels-brnnn an der Donau und die halbe Feste Schadendorf an derLeitha erhielt. 1528 verkaufte er seinerseits sein Haus zu Bruckan der Mur^). Im Jahre 1538 wurde er mit der erblichenKämmererwürde belehnt, findet sich noch einmal 1543 gelegentlich

>) Schweickhart, V. U. M. I. 164.

2) Die handschriftlichen Nachrichten haben wohl nur irrthnmlichBruck au der Leitha.