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den nunmehr hochbetagten Nicolans, den die Zeitgenossen übrigensals nicht unverdient betrachten, da er sich ans Ucbermuth um eineskleinen Handels willen und ans den Rath seiner Söhne den Un-garn in die Arme geworfen und die Sache des Kaisers verlassenhabe^). Man muß übrigens zur Entschuldigung sagen, daß derKaiser selbst sich sehr wenig der Seinen und seines Landes an-genommen, ja dasselbe, wie selbst seine Anhänger klagen, unver-antwortlich im Stiche gelassen habe. Wir haben anch oben gesehen,daß der Uebertritt deö Nicolans zu König Matthias schwerlichohne Zwang vor sich gegangen war.
Am 7. November 1491 wurde der Friede zwischen demKaiser und Ungarns neu ernanntem Könige Wladislaw abge-schlossen. In diesen war Nicolaus einbegriffen und es wurde inBezug ans ihn bestimmt, daß er seine Freiheit und seine Güterwieder erhalten solle, sobald gewisse Schlösser von Seiten Ungarnsan den Kaiser wieder zurückgegeben waren ^).
Was die Freiheit betrifft, so scheint Nicolaus dieselbe auchalsbald wieder erlangt zu haben, denn schon im nächsten Jahrefinden wir ihn trotz seines hohen Alters tapfer kämpfend in derVertheidigung seines Vaterlandes. Im Jahre 1492 machten dieTürken mit großer Macht einen neuen Einfall durch Krain bisnach Kärnthen, und zwar erschienen sie in so starker Zahl, daßsich in Kärnthen und Steiermark der ganze Adel erhob und einallgemeines Volksaufgebot stattfand. Der Kaiser schickte in Eile2090 Reiter und 5099 Fußgänger zu Hülfe. Bei Villach kames zu einer Schlacht, in welcher die Türken eine große Nieder-lage erlitten und 1599 gefangene Christen befreit wurden. Unterdenen, die sich in dieser Schlacht besonders auszeichneten, wirdauch Nicolaus genannt^).
') Mnchar VIII. 161.
ch Ilrsinns Vslins, äs dslio?niinoniec>, 252- Archiv f. Kunde zc.1849. II. 482.
2) Lichnowskh VIII. 175; Maicr, Stat. und Topogr. des Her-zogthums Kärnthen 321; Valvasor IV. 383; Mnchar VIII. 176.