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1 (1868)
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257
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Königs Matthias wieder, als die Ungarn Steiermark wieder auf-geben mußten. Ohne Frage war Nicolaus auf Seite der Ungarngeblieben, in deren Händen sich alle seine Schlösser befanden. DaSteiermark österreichischerscits für diese Jahre so gut wie auf-gegeben war, so blieb ihm auch keine andere Wahl. Nun ereilteihn die Vergeltung. Während König Maximilian zur Befreiungherbeizog, räumten die ungarischen Besatzungen alle festen Plätzeund gaben das ganze Land auf. Bis Ende des Jahres 1490war es srei^). Anfang November waren Muran, Stein undandere liechtensteinische Schlösser in den Händen Maximilians,worüber theilweise schon vorher verfügt worden war. So hatteder Kaiser am 17. September 1490 an Wolfgang Jörger dasSchloß Stein gegeben,so Herrn Niclas von Liechtenstein vonMuran gewesen, der sich zu König Matthias von Ungarn geschla-gen" 2). Der Ritter hatte dafür dem Kaiser tausend rheinischeGulden versprochen, sobald er das Schloß in seine Hände bekom-men würde. Desgleichen versprach Thoman Moshamer sich wegenjener Güter, so Niclas von Liechtenstein seit der Zeit seines Ab-falles verkauft oder vergeben, sich mit dem Kaiser zu vertragen,sobald er in deren Besitz gelangt^).

Nicolaus selbst mußte mit den Ungarn Muran und dasLand verlassen und alle seine Güter und Besitzungen aufgeben.Er floh nach Tirol und kam bis an die Etsch, wo er aber er-kannt, gefangen und dem Hauptmann Firmian in Tirol überliefertwurde. Alle seine Güter und Besitzungen übertrug der Kaiser zurVerwaltung an Balthasar Thanhauser, der damals Pfleger aufdem Schloß Liechtenstein bei Judenburg war, das, wie wir obengesehen haben, schon längst in den Besitz des Kaisers gekommenwar. Die Bewohner zu Mnrau erhielten den Auftrag, an Bal-thasar den Bürgereid zu leisten. Es war ein harter Schlag für

') Muchav vm. is4.

2) Lichnowsky VIII. Regg. 1450.

2) Eb. Regg. 1560.

Falke. Liechtenstein. 17

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