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1 (1868)
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gehabt zu haben, obwohl Graf Friedrich von CM schon 1454und Ulrich als der letzte dieses Hauses 1456 starb. Wir erfahrennicht, daß Nieolans damals Ansprüche erhob.

Im Jahr 1451 begegnen wir Nieolans ein paarmal ingeschäftlichen Beziehungen. Am 13. November kaufte er zu Mnraneinen halben Hof und ein Gut zu Hagcndorf von Anna, Wittwcdes Jörg Kren '), und an einem nicht genannten Tage vertruger sich mit dem Stift St. Lambrecht in Bezug auf Güter undGülten im Jngclstal an der TodriM).

' Zu dieser Zeit dauerten die freundschaftlichen Verhältnissezwischen dem Kaiser Friedrich und NicolauS von Liechtensteinfort, welche mit der Vormundschaft des ersteren begonnen hatten.Im Jahr 1445 hatte der Kaiser seinen ehemaligen Mündel inMnran besucht und von hier aus mehrere Verordnungen erlassen.Im Jahr 1452 begleitete Nicolaus den Kaiser nach Italien,wohin der letztere sich begab, theils zur Kaiserkrönung nach Rom,theils um seine Gemahlin, die schöne Leonore von Portugal, inEmpfang zu nehmen. Als diese in Livorno gelandet war undvon da nach Pisa reisctc, schickte der Kaiser ihr eine Gesandtschaftentgegen, bei welcher sich auch Nicolaus befand. Die Gesandtschaftgeleitete sie dann nach Siena, wo die Zusammenkunft mit demKaiser statt fand. Von hier ging es nach Rom zur festlichenVermählung und zur Kaiserkrönung. Bei dem großen Krönnngs-zugc hatte Nicolaus die Ehre neben der Kaiserin zu rcitciG).Auf dem ferneren Zuge nach Wien befehligte er die begleitendeNitterschaar. Der Chronist sagt bei dieser Gelegenheit, daßNieolans gewöhnlich den Beinamen desRechtschaffenen" oderdesGuten" bei dem Volke gehabt habe'!).

Ebenso stand Nicolaus im Dienst des Kaisers bei denStreitigkeiten, die nach dem Tode des Königs Ladislaus (1457)

') Mitth. des hist. Vereins f. Steierm. Heft VIII. 192.2) Muchar VII. 360. ^

2) Pcz II. 565; Lichnowsky VI. 110. 197. Amn. 8.0 4.NÄlsetn Vinäovonsiisig. II. 569.