Vormundes Johann von Stubcnbcrg ein Grundstück an dasStift Sccknn, nm die Todtcnfcicr der Familie Liechtenstein glän-zender und beständiger zu begehen. Chmcl gicbt dafür das Jahr1434 an'), während bei Fröhlich 1435 steht. Vielleicht ist dasletztere richtig, denn dasselbe Datum steht bei Muchar^): am26. Dccembcr 1435, so heißt es hier, machte Hans von Stnbcn-bcrg als Vormund Leonhards von Liechtenstein ein Lehengut ander Graden zum freien Eigen, welches der Propst Ulrich vonSeckau von Hans Pfaffendorfer gekauft hatte.
Ans einer anderen Urkunde vom 18. November 1441^)erfahren wir, daß Anna eine Tochter Albrcchts von Zclking war.In dieser Urkunde vergleicht sie sich als Wittwc Rudolfs vonLiechtenstein von Judenbnrg über dessen Hinterlassenschaft mitHans von'Stubenbcrg, der sie mit 2800 ungarischen Goldgnldenbefriedigt hat. Dem Vergleiche stimmten zu die beiden Söhneder Ausstellern! Georg und Christoph von Liechtenstein vonNikolsburg. Dieselbe Anna war nämlich in erster Ehe mit Hein-rich V. aus dem Nikolsburger Hause vermählt gewesen.
Der junge Leonhard oder Lienhart, Rudolfs Erbe, lebtenicht lange. In der obenerwähnten Urkunde vom 24. Juni 1426,worin Cresccntia von Krcig, Jacobs von Stubcnberg Tochter,auf ihr Erbe, mit Ausnahme des liechtensteinischen, verzichtet,wird er noch einmal als Sohn des verstorbenen Rudolf genannt.Desgleichen im Jahre 1435 in einer Urkunde H, worin Leopoldvon Aschpach dem Hans von Stubenberg als Vormund Lienhartsvon Liechtenstein, die Erlöschung der Rechtskraft aller Briefe(darin Frau Anna, des benannten Herrn Rudolf von Liechten-stein seligen Wittib dem benannten Herrn Lienharten von Liech-tenstein verschrieben hätte und die denselben berührten), indemdie Besitzer solcher Briefe in offener Schranne zu Gratz bereits
>) Chmel, Mater. I. 22. Nr. 119; Fröhlich, I. 289.
2) VII. 248.
2) Notizblatt 1859. 854 Nr. 4K1.
0 Notizblatt 1859. 347 Nr. 438.