Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
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Stubenberg, Heinrich von Pottendorf, Koloman von Windisch-grätz u. a. Im Frühjahr 1415 kehrten die Pilger wieder ausdem gelobten Lande zurück'). Auf dem heiligen Grabe hatten siesich alle zu Rittern schlagen lassen.

Am 1. September 1416 ging Rudolf mit seinem VetterBernhard einen neuen Tausch ein: er übernahm dessen Antheilan der Feste Liechtenstein und der dazu gehörigen Herrschaft undgab dafür seinen Antheil an der Stadt Gmünd in Oesterreich ^).Wir haben oben gesehen, daß Andreas und Johann von Liechten-stein gemeinsame Rechte und Besitzungen zu Gmünd hatten?(1380), welche nach ihrem Tode, wie es scheint, unter ihrebeiderseitigen Söhne gcthcilt wurden; und ebenso hatten beideBrüder Andreas und Johann im Jahre 1383 die Feste Liechten-stein mit dem Zubehör unter sich gethcilt. Das bekräftigt unsereobige Annahme, daß Rudolf der Sohn des Andreas ist; des-gleichen dürfen wir eben hieraus schließen, daß Bernhard derSohn Johanns ist. Der Austausch der beiderseitigen Hälftenist dann vollkommen in der Ordnung; aus Rudolf wären dieBesitzungen der zweiten Linie Frauenburg und Liechtenstein ge-kommen (die Nachkommen Rudolfs II. besaßen die HauptfesteMurau), auf Bernhard die Nebenbesitznngen Zwettl und Gmündund anderes.

Es scheint aber, als ob der Tausch init Zwettl wiederrückgängig gemacht worden sei, denn am 25. Juli 1419 verkaufte„Rudolf von Liechtenstein von Judcnburg (dieser Beisatz ist ganzrichtig) oberster Kämmerer in Steier" dem Herzog Albrecht seinrechtes Eigen die Stadt Zwettl mit allem Zugehör um 6500Pfund Wiener Pfennige. Zeugen waren sein Oheim Wilhelmvon Buchheim, Pilgrim von Buchheim, Landmarschall in Oester-reich, Leupold von Eckartsau und Rudolfs Bruder Hans oderJohann von Liechtenstein ^). Die Sache läßt sich auch so erklären,

-) Lichnowsky, V. 177; Sil Anm. SS.

2) Muchar, VII. 138.

2) Lichnowsky, V. Regg. 1904; Muchar, VII. 154.