mit den Karthäusern in Seiz um eine jährliche Saumlast Oelsin Judenlmrg. Diesen entschied Herzog Wilhelm am 26. Octoberzu Graz für die Garthauser ^). Im Jahr 1404 bestätigte HerzogLeopold am 22. Juli zu Graz den von seinen Räthen zwischendem Probste zu Seckau und Rudolf von Liechtenstein gefälltenUrtheilSspruch, daß der letztere und seine Amtleute keine Gerichts-barkeit über die Leute und Güter des Stifts zu pflegen haben,allein ausgenommen die Fälle, wo es um Blut und Tod geht^).
Im Jahre 1410 am Sonntag nach Pfingsten wurde zuJudenburg der erwähnte Tausch zwischen Rudolf und seinen VetternBernhard und Achaz abgeschlossen. Rudolf gab ihnen die StadtZwcttl mit Lehen und Mannschaft und mit allen Rechten, Ehrenund Nutzen; dafür erhielt er von ihnen ihren Antheil an derFeste Fraucnburg mit allen Rechten und Renten, ihren Antheilan dem Ort Hnndsmarkt, Markt, Gericht, Bnrgrecht, Hofstättenund das Landgericht um Frauenburg, den Hof bei Frauenburg,Güter und Gülten im Amte St. Georgen ober Murau und ihreAntheile von den Mauthen an der Zeiring und in Judenlmrgmit Vorbehalt des Lösungsrechts der Schlösser und Gülten zuGmünd und Rosenaus.
Am 22. April 1414 wurde Rudolf zu Neustadt von HerzogErnst mit einigen Gütern in Kaisers-Winkel, an der Latten, amStain, im Schönthal, an der Maut, an der Mauer, in derMüschnitz und einem Zehent an der Mauer belehnt^). DieseVerleihung geschah vielleicht schon mit Rücksicht darauf, daß Rudolfnoch in demselben Jahre den Herzog Ernst auf seiner Fahrt nachPalästina zu begleiten hatte. Außer Rudolf, von dessen Schicksalenauf dieser Fahrt wir freilich nichts erzählen können, nahmen andieser Fahrt noch verschiedene andere Herren theil; unter ihnenGraf Paul von Forchtenstein, Leupold von Kreig, Ulrich von
>) Muchar, VII. 66; Lichnowsky, V. Regg. 360.2) Muchar, VII. 87; Lichnowsky, V. Regg. 636.2) Muchar, III. 114.i) Lichnowsky, V. Regg. 1459.