Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
218
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in Folge dessen sich Trieft an Venedig ergab und der Friede imnächsten Jahre wiedcrgcschlossen werden konnte, da der Kriegkeinen Gegenstand mehr hatte.

Im Jahr 1373 war Ulrich wiederum Landeshauptmann inSteiermark und er wurde in diesem Jahre von Herzog Albrcchtnach Görz geschickt, um mit dem Grafen Albrccht IV. von Görzüber die windische Mark, die damals im Besitz des letzteren war,zu unterhandeln und einen Vertrag abzuschließen. Als GrafAlbrecht IV. im nächsten Jahre starb, kam auch die windischeMark mit einem Theilc Jstriens an Oesterreich >). In eben diesemJahre finden wir Ulrich als einen Zeugen des Vertrags, den diestreitigen herzoglichen Brüder Albrecht und Leopold über dieTheilung der Länder und Rechte am 25. Juli abschlössen 2). Wirsehen hieraus, wie aus dem Vorhergehenden, daß Ulrich eine nichtunbedeutende Rolle in den Staatsereignissen spielen und bei denHerzogen in persönlichem Ansehen stehen mußte, denn zu dieserZeit lebte noch sein Vater Rudolf.

Im Jahr 1374 finden wir ihn ferner bei Herzog Rudolf IV.,als dieser für das Kloster Gehrach einen Besreiungsbrief vonallen Steuern während seiner Lebenszeit siegelte, und er befahldabei unserem Ulrich als Landeshauptmann und dem LandschreiberRaming auf die Befolgung dieser Anordnung getreulich zu achten 2).Auch bezeugte er am 12. December die Leibgedings- und Willthumszusichcrung Herzog Rudolfs an seine künftige GemahlinBeatrix von Nürnbergs). Zwei Jahre später wird sein Namemit in dem Streit zwischen Herzog Albrecht und dem GrafenSchaumberg genannt, auf welchen Streit wir in der GeschichteJohanns von Liechtenstein des Nikolsburgers zurückkommen werden.Am 27. August 1376 versprach Herzog Albrecht den Herzogenvon Bayern 8000 Gulden, wenn sie dem Grafen Heinrich von

y Wurmbrand, K; Cäsar, a. a. O. V. 387, VI. 6.-) Kurz, Albrecht III. Th. I. 243.

-) Fröhlich, II. ISl; Muchar, VII. 3.

0 Zlouuiu. Aoll. IV. 301.