Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
204
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1337 war Rudolf, gmauutder Junge Hauptmann in Friesach"Schiedsrichter in einer Streitsache Eberhards des LösenzcrS, viel-leicht auch in demselben Jahre, wenn nicht sein Vater gemeintist, in einer Pettaner Angelegenheit mit seinem Bruder, demBischof Konrad von Chiemsees.

Die fortlaufenden Nachrichten über Rudolf II. beginnenerst nach dem Tode seines Vaters. In demselben Jahre, als dieerwähnte Thcilnng stattfand, am 14. Februar 1346, siegelte erzu Muran (welches übrigens seinem Vetter gehörte) eine Bckennt-nißurknnde, daß in Folge einer llebcreinkunst des Niclas Lobmin-gcr mit dem Erzbischof von Salzburg Ortolf die Untcrthanenzu Bairdorf das Recht haben, aus dem Katschwalde Brenn- undZimmerholz zu schlagen 2). Am 8. Mai 1347 haben wir ihnbereits mit seinem Vetter Rudolf Otto zu Wien getroffen alsZeugen für die Bürger zu Enns. Im Jahre 1350 führt ihnValvasor-2) als Landeshauptmann von Kärnthen auf. In demselbenJahre finden wir ihn als Zeugen zugleich mit seinem.BruderOtto in einer Zwettler Urkunde, in welcher Gnndacker von Rosenauseine Besitzung in Negers bei Rosenau dem Kloster Zwettl schenkt'').Die Stelle ist uns besonders interessant durch die Beisätze, indemes von Rudolf heißt, daß er in Gmünd residire, Otto aber inRosenau wohne. Am 3. September 1350 erhielt er von HerzogAlbrecht II., der damals in Graz war, die Burg Dürnstein um660 fl. verpfändet °). Zu dieser Zeit hatten die Brüder Rudolfund Otto einen Streit mit der Stadt Judenburg über die Gränzendes liechtensteinischen Landgerichts und des städtischen Gerichts,welchen Streit der Landeshauptmann Ulrich von Wallsee durcheinen Urtheilsspruch am 15. Juli 1351 entschied^). Am 12. März

h Notizblatt 18S1. 313 Nr. 29; 33S Nr. 86.2) Muchar, VI. 309.

-) III. 17.

ch ^.uuulss ^.ustrio-OIuruvallsusss I. 753.b) Lichnowsky, Regg. 1524; Muchar, VI. 319.°) Muchar, IV. 323.