von Stadcck, Alber von Bnchhcim und Friedrich von Stuben-berg Schiedsrichter in einer Streitsache zwischen den Herzogenund Bischof Paul von Frcising, indem der letztere für den vonweiland Herzog Rudolf dem Bisthnm zugefügten Schaden Er-satzforderungen gestellt hatte. Beide Parteien unterwarfen sich demSchiedsspruch '). Acht Jahre später finden wir noch einmal seinenNamen mit dem gewöhnlichen Beisatz als oberster Kämmerer unterdem Thcilungsvertrag der herzoglichen Brüder Albrecht und Leo-pold am 25. Juli 1373 2). Erwähnt wird er noch 1376 ineinem Testament seines Neffen Hans von Stubenberg, aber esist dabei zweifelhaft, ob er damals noch am Leben war^).
Dir Söhne kudolfs I.
Nicht besser sind wir über Rudolf Ottos Vettern unter-richtet. Die Zersplitterung des Hauses und wohl auch des Ver-mögens unter so viele Mitglieder scheint, wenn noch nicht derBedeutung des Hauses, doch schon der Bedeutung der EinzelnenAbbruch gethan zu haben, die sich von jetzt an nur selten nochso kräftig und eingreifend wie ihre Vorgänger erheben.
Die folgenden Nachrichten über Rudolf II. können sichtheilweise auch auf seinen Bruder, den jüngeren Rudolf, beziehen;sie zu trennen, ist uns nicht möglich. Fast ebenso früh wie seinVetter erscheint Rudolf II., schon 1320, wie oben erwähnt, ineiner Zwcttlcr Angelegenheit zugleich mit seinem Vater. Wannseine Vermählung mit Bianca, der Wittwe Ulberts von Streit-wicsen statt fand, wissen wir nicht; 1337 lebte die letztere noch.Zwei Jahre später wird ihrer bereits als einer Verstorbenen ge-dacht, und bald darauf (1340) heirathetc er Alheit von Aichheim,wie oben schon mitgetheilt worden. Am 27. December 1336 oder
0 Lichuowsky, IV. Regg. 694, 695.'st Kurz, Oesterreich unter Albrecht III. 243.st Notizblatt 1859. 199 Ztr. 212.