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1 (1868)
Entstehung
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lcgenheit, er habe so viele Feinde gehabt, daß er zehn Burgenstets in wehrhaftem Zustand halten mußte.

Wie hier, so finden wir auch im folgenden Jahre 1309Otto von Liechtenstein sammt seinem Bruder Rudolf treu zuHerzog Friedrich halten, als die österreichischen Herren gegenihn sich erhoben und auch die steirischcn Edelherren durchHeinrich von Stubenberg in die Empörung hineinzuziehensuchten. In Abwesenheit des Herzogs eilte der Landeshaupt-mann Ulrich vvn Wallsee auf die Kunde davon sofort zumErzbischof von Salzburg und beide beriefen die Stünde Steier-marks in aller Eile nach Graz. Sie stellten sich zahlreich ein,mit ihnen auch die beiden Liechtensteiner, welche die Reim-chronik ausdrücklich nennt ^), und schwuren Treue und Hülfedem Landesherrn. In Folge dessen konnte Ulrich von Wallseerasch mit bedeutender Macht nach Oesterreich aufbrechen undmit energischem Angriff die Empörung unterdrücken.

Früher schon treffen wir Rudolf von Liechtenstein ineiner wichtigen Angelegenheit betheiligt bei dem Herzog Rudolfvon Oesterreich. In dem Kriege nämlich, den König Albrechtund Herzog Rudolf von Oesterreich in Verbindung mit KarlRobert von Ungarn gegen König Wenzel von Böhmen führten,wurde mit den Ungarn abgemacht, daß sie aus ihrem Durch-marsch durch österreichisches Land sich jeglichen Raubes enthal-ten sollten. Es wurde (1305) darüber eine förmliche Urkundeaufgesetzt, welche, außer von dem Herzoge, auf besonderenWunsch der Ungarn noch von einer großen Anzahl der an-gesehensten österreichischen Herren gesiegelt werden sollte.Unter diesen befand sich auch Rudolf von Liechtenstein^), derdemnach diesen Krieg im Heere Herzog Rudolfs mitgemachthaben muß.

Im Jahr 1310 und in den nächstfolgenden Jahren warOtto von Liechtenstein als Burggraf auf der bei Oberwöls

>) Ottokar, Rcimchronik 843. o. VLLexxiX.

2) Ottokar, Reimchronik 723. o. vtüLXl,!.