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1 (1868)
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verstanden mit ihrer Sache, so hätte er gewiß dem Herzogvon Baiern Briefe geschickt; das habe er nicht gethan, undnm dieser einzigen Ursache graue ihnen bei dem Unternehmen" >).Mag diese Rede der Baiern immerhin ungenau und will-kürlich oder nur nach der allgemeinen Stimmung überliefertsein, so zeigt sie doch in jedem Falle das große Ansehen, welchesOtto von Liechtenstein, damals schon „der Alte" genannt, weitund breit genoß.

Wirklich wurde auch die Belagerung von Bruck aufge-hoben und die Fürsten zogen sich nach Kärnthen zurück. Unter-wegs ereilte Hermann von Laudenberg ihren Nachtrab undschlug ihn; dann folgte er Friedrich von Stnbenberg und esglückte ihm seine Mannschaft zu schlagen und ihn selbst, daseigentliche Haupt der Verschwörung, gefangen zu nehmen.Dieser glückliche Umstand löscte eigentlich die Verschwörungauf, und als nun noch Herzog Albrccht mit seinen Truppenerschien, da hatte aller Widerstand ein Ende und Albrecht warwieder Herr in der Steiermark. Er mißbrauchte aber seinenSieg nicht, vielmehr erfüllte er jetzt, da er seine Macht gezeigthatte, die Wünsche der Steirer, bestätigte ihre Gerechtsame undPrivilegien am 20. März 1292 und machte an Stelle desAbtes Heinrich von Admont Hartneid von Stadeck zum Landes-hauptmann.

Steiermark war wieder ruhig, nur daß der Graf vonHeunburg und Hartneid im Kleinen die Fehde fortsetzten. WieOtto von Liechtenstein bereits im Hauptkampfe sich vomAeußersten fern gehalten hatte, so scheinen ihn auch die nach-folgenden kleineren Händel nicht berührt zu haben. Die Nach-richten, die wir noch aus dem Jahr 1292 von ihm haben,sind nicht politischer Art. Auf seinem Schlosse zu Frauenburgstellte er am Sonntage vor Mariä Geburt eine Urkunde aus,worin er seinem Markte Murau alle Rechte, welche derselbe

h Reimchromk 492, e. DO.