Druckschrift 
1 (1868)
Entstehung
Seite
142
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Urkunde, worin König Rudolf der Aebtissin Herbnrgis das Pri-vilegium des Klosters Göß bestätigt H. In dasselbe Jahr fälltnoch eine Urkunde, mit welcher der Erzbischof Friedrich vonSalzburg und andere Bischöfe an Seckau Ablaß verleihen.In dieser geschieht auch der St. Johanneskapellc Erwähnung,die, wie wir oben erzählt haben, von Ulrich gegründet undvon Otto vollendet wurde 2).

Im Jahre 1280 finden wir Otto von Liechtenstein zuerstam 16. Januar zu Graz als Zeugen eines Vergleiches zwischenWülfing von Trencnstein und dem Abt Heinrich von Admont^).Am 13. Februar ist er in St. Veit, wo er die Beilegungeines Streites zwischen den Nonnen von Göß und Heinrich vonSilberberg bezeugt^). Am 1. Juli erscheint er als Richter in einerCivilsache der Wittwe Hadmars von Falkenstein, welche durchKönig Rudolf in Wien entschieden wurde 5). Am 11. Novemberwurde er selbst sammt seinen Erben von Rudolf mit zwei Wein-gärten zu Rottenbach bei Graz belehnt, welche durch den TodUlrichs von Nellingen erledigt waren, mit welchen aber KönigOttokar ungültiger Weise den Martin Rikkarins von Graz be-lehnt hatte. Die Urkunde ist ausgestellt in Paditz °).

In diesem Jahre war er es auch, welcher an der Spitzeeiner ansehnlichen Schaar von Rittern und Knappen KönigRudolf an die Landesgrenze entgegen gekommen war, als diesersich zur Huldigung der Steiermark nach Graz begab. Er be-gleitete ihn sodann mit seiner Schaar durch das Land undbei seinem Einzug in die Hauptstadt H.

>) Fröhlich, I. 24.

2) Fröhlich, I- 243: oaxollas 8. äoannis lävanA. per nobilsmvirnm Ottonom äs Insobtsustsin rsosns in Lsovovia aoäiüoatas.st Muchar, V. 430.

0 Muchar ib. Fröhlich I. 99.s) Lichnowskh, III. Regg. 603 b.st Lichuowskh, III. Regg. 616 b; Muchar, V. 431.st Mittheil, des histor. Vereins für Steierm. Heft I. 103. 104.Hier> wie bei Cäsar Gesch. des Herz. Steierm. IV. 393, ist fälschlichOtto der jüngere genannt, darüber Näheres weiter unten.