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Anwesenheit in Wien ist auch wahrscheinlich, daß Ulrich anOttokars siegreichem Feldzug gegen den König Bela, derin Oesterreich die Steiermark wieder erobern wollte, und ander großen Schlacht von Kroissenbrunn (am 12. Juli 1260)thcilnahm. Diese Schlacht vereinigte Steiermark wieder mitOesterreich, für welches Ziel Ulrich gleich im Anfang mit Kraftaufgetreten war.
Gegen Ende dieses Jahres (1260) finden wir Ulrichwieder in Steiermark, denn er war am 22. Deccmber mitKönig Ottokar in Graz, eine Bestätigung desselben bezeugendfür eine Schenkung, welche die Brüder von Stein an das StiftSt. Lambrecht gemacht hatten; desgleichen bezeugt er mitHeinrich von Liechtenstein und anderen an demselben Tage undOrte eine Urkunde, in welcher Ottokar dem Abt von St. Lam-brecht alle Besitzungen und Rechte des Stifts bestätigt, undals am 25. Deccmber Ottokar auch dem Stifte Rein ein Be-stätigungsdiplom verleiht, erscheint auch hier wieder Ulrich alsZeuge i). In demselben Jahr erscheint er auch als Wohlthätcrvon Jndenburg durch eine Wasserleitung, die er daselbst an-legen ließ 2).
Die friedlichen Zeiten, die nun auf einige Jahre für dieSteiermark kamen, erkennen wir auch im Leben Ulrichs. Dieurkundlichen Nachrichten erwähnen nur friedlicher Lebensäußc-rungen. Am 1. August 1261 war er mit Wocho von Roscn-berg, Ottokars Landeshauptmann für Steiermark, in Graz(oder Marburg?), als dieser einen Brief für das Stift Reinin dem Streite desselben mit dem Grafen von Psannberg überdie Burg Helfenstein ausstellte^). Ebendort befand er sich mitWocho's Nachfolger Bischof Bruno von Olmütz zu Ausgangdes nächsten Jahres (22. Dec. 1262) und zeichnete als Zeuge
') Muchar, V. 286.
2) V. d. Hagen, Minnesinger IV. 34S. Anm. 6.
2) Fröhlich, II. 27; Archiv für Knnde östcrr. Geschichtsqnellen,XVIII. 171; vgl. Karajan zn Nlr. v. L. 663.
Falle. Liechtenstein. 8