hier mit Reinprccht von Murcck und anderen Rittern mehrereSpeere, gab jedem einen Ring und zog dann weiter nachSchctschin (Sacile), wo er die Nacht bleiben wollte; auch hierwurde er von allen Frauen begrüßt. Als er von Schetschinweiter zog, erwartete ihn wieder an einem Foreis, wie Ulrichzu Friesnch gethan hatte, der Graf von Görz mit zwölf Rit-tern. Ulrich verstach mit ihnen elf Speere; fünf verfehltenihn, die sieben anderen erhielten den versprochenen Ring. Hun-dert andere Ritter benutzten die Gelegenheit zum Tjostiren aufdem Felde; alle begleiteten ihn nach St. Ulrich.
Ueberall fand er nun auf der weiteren Fahrt Ritter, dieihn erwarteten. Am nächsten Morgen harrte seiner Otto vonSpangenberg; ihn traf Ulrich so hart am Halse, daß der starkeMann sich kaum am Sattelbogen halten konnte. Wie er nachClemann (Glemona) zog, erwartete ihn Herr Matthie, wahr-scheinlich ein wälschcr Ritter, unter einem herrlichem Zelte undsendete dem Herankommenden ein minnigliches Fräulein aufschönem Pferde mit einem Speere entgegen, um die KöniginVenus zu begrüßen und ihr den Speer zum Stechen anzutragen.Mit ihm und sechs anderen Rittern verstach hier Ulrich Speere,und gegen Abend hielten die Ritter vor seiner Herberge einenBuhurt, dem er als Königin im Fenster sitzend zuschaute undnach dessen Beendigung er den Rittern Wein reichen ließ. Amnächsten Morgen ging es wieder hinaus, wo Herrn Matthie'sZelt stand, und wo sich wohl an dreißig Ritter eingefundenhatten. Wiederum ging es an ein Stechen, dann zog Ulrichweiter, begleitet von zwei wälschen Rittern und Heinrich vonLüentz. Mit diesem stach Ulrich am nächsten Morgen nachgehabtem Nachtlager. Von da ging es nach „dem Thor" fürdie nächste Nacht; hier aber gab es keine Ritterschaft, denn derHerzog Bernhard von Kärnthen war in derselben Nacht mit seinenRittern beschäftigt, die Burg Golberg einzunehmen und zu brechen.
Aber am folgenden Morgen traf Ulrich den Fürsten mithundert Rittern gerade beim Imbiß gelagert ans einen? grünen