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bereits Graf Meinhard von Görz mit fünfzig Rittern feinetwegen gekommen war. Als dieser von dem Verbot des Podcstahörte, war er sehr unfroh und ritt sofort zu demselben, aberanch ihm wurde die Bitte abgeschlagen, weil der Podesta vonso vielen Geharnischten Schaden für die Stadt fürchtete. Dawendete er sich an die Frauen und bat sie ihre Fürbitte beidem Podesta einzulegen, eine Bitte, welche die Damen gernerfüllten. Während sie den Podesta mit aller Liebenswürdigkeitersuchten zu ihnen zu kommen, ritt Ulrich unter dem Schallder Musik und unter dem Jubel und dein Andrang des Volksin die Stadt ein und begab sich in die Herberge. Der Podcstafolgte dem Begehren der Damen, und als sie ihn mit freund-licher Rede baten, er möge der Königin ihr Spiel hier lassen,wie sie wolle, damit die Damen ihre Ritterschaft sähen, soerlaubte er dem Grafen um ihretwillen wenigstens zwei Speere.Den einen derselben zu »erstechen erbat sich sofort Herr Leut-fricd von Eppenstein, ein steirischer Nachbar der Liechtensteiner.
In reichster Pracht seines Wasfenschmucks und glänzendsterKleidung sprengte der Graf durch die Stadt, ebenfalls mitkurzen Sprüngen ihres starken Rosses die Königin Venus,ganz in Frauenklcidung, aber unter derselben trug sie einenRingpanzer und ans dem Haupt trug sie einen gekröntenHelm; alles leuchtete von weißer Silbcrfarbc. Der Zudrangdes Volkes war so massenhaft, daß der Podesta keinen Platzzum Kampfe räumen konnte, bis die beiden Kämpfer auf einerBrücke zusammentrafen, die der Podesta vom Volke frei machte.Hier geschah der Tjost, beide rannten im Fluge auf einander;beider Speere trafen dort, wo sich Schild und Helm schieden,und sie zerkrachten von dem gewaltigen Stoß. Mit solchemritterlichen Geschick »erstachen der Graf und Ulrich sechs Speere;dann band der Graf den Helm ab und die Königin gab ihmden versprochenen Ring. Darauf kam die Reihe an Leutfriedvon Eppenstein, der ein starker Mann war; Ulrich traf ihnmitten auf der Brust, daß der Speer zersprang, aber Leutfricds