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1 (1868)
Entstehung
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reich (si 1223 >), Bruder Herzog Leopolds V., welcher aufSchloß Mödliug Hof hielt und dort der Gäste, namentlichder Sänger und Dichter viele um sich sah. Dieser Fürst waraber ganz besonders ein schwärmerischer Dicnstmann der Frauenund er bestärkte nur Ulrich in seiner Gesinnung, indem er ihnlehrte, daß wer würdiglich leben wolle, sich einer reinen, gutenFrau zu eigen geben müsse 2). Zwar lehrte er ihn auch rit-terliche Hebungen, aber daneben auch süße Worte von denFrauen reden und diese Worte in Verse bringen.

Bei Heinrich von Mödling lebte Ulrich vier Jahre. Esdürften die Jahre von 12161219 gewesen sein, denn derTod seines Vaters, der, wie wir schon gesehen haben, in dasJahr 1219 oder 1229 fällig, rief ihn fort von hier zurUebernahme der ererbten Besitzungennach Liechtenstein in dasStcierland" ^).

Der zuerst crkornen hohen Frau blieb er treu und fandnun oder suchte Gelegenheit zu Turnierthaten in ihrem Dienste.

Wer diese Dame gewesen, welche über die erste Zeitseiner ritterlichen Thaten und Abenteuer gebot, wissen wirnicht. Es war durchaus das Gesetz im Codex der Minne, denNamen derjenigen Dame zu verschweigen, welcher der Ritter

si So die Handschrift; in der Lachmann'schen Ausgabe des Frauen-dienstes (8, 19) steht inar^rak Heinricli von ^storrlob, d. i. MarkgrafHeinrich von Jstrien, Bruder Herzog Otto's I. von Meran, derselbe, der >später mit zu den Festen von Friesach die Veranlassung bot, gestorben 1228. iVgl. die Anmerk. von Karajan a. a. O. 665. Diese Conjectur, welcheHeinrich von Jstrien an die Stelle von Heinrich von Oesterreich setzt, scheintuns unstatthaft zu sein, weil der erstere, auf welchem die Mitschuld an demMorde König Philipps lastete, grade damals, als Ulrich hätte bei ihm seinmüssen, unstet und flüchtig war, sich für die erste Zeit in Ungarn aushieltund sodann 1217 mit nach Palästina zog, von wo er wahrscheinlich umdie Zeit zurückkehrte, als Ulrichs Vater starb. Meiller, Regg. 258.Anm. 391.

2) Frauendienst 9, s.

» 2) S. weiter unten die erste urkundliche Nachricht über Ulrich,si Frauendienst 10, 8.