ihrem eigenen Seelenheil und zu dem ihres Mannes (proanims mos et mariti inoi omiriuingsNö proKSiritorum aeIrorocinm rirsorum roineciio st salnto Zwar ist es auf-fallend, daß ihr Gemahl dem Inhalt weder zustimmt, nochihn bezeugt, gleich seinen beiden Brüdern, die als Zeugen un-terschrieben sind („Usinrions cio Disiitonstain ot tpator suns^.Uzortus cio sanota Uotronilla^), da aber Margaretha sichnicht Wittwe nennt und von ihrem „Gatten" (rnai-itno) spricht,ja selbst mit seinem Siegel bekräftigt (prosontom supor Iroesootlulana oonsoriptam si^illo mariti inoi prokato soolosiorodoravi), so dürfte diese Urkunde noch bei seinen Lebzeitenausgestellt sein.
Daß Dietrich der älteste der drei Brüder war, wird nichtgesagt, es dürfte aber daraus hervorgehen, daß er des VatersNamen trägt und, wenn wir an den Beisatz seines Vatersssuior denken, weit früher als die beiden anderen erwähntwird; auch starb er zuerst. Zwar scheint er bei der Thcilungnicht das Stammschloß Liechtenstein erhalten zu haben, welchesan Heinrich gefallen sein muß, da dieser allein den Familien-namen behält, während die Brüder sich nach den eigenen Be-sitzungen nennen. Es dürfte aber Rorau, welches ohne Fragedie Wasserburg an der Leitha ist^), bei weitem bedeutendergewesen sein, als das kleine Felsenschloß Liechtenstein, welchesHeinrich als Wohnsitz aufgab, sobald er Nicolsburg erhielt.
Heinrich war es, wie gesagt, welcher den Namen unddie Familie Liechtenstein fortpflanzte; er war auch der erste,welcher mit seiner Persönlichkeit in die Geschichte eingreift undselbst eine Geschichte hat. Wir übergehen ihn daher hier, woes uns um die Feststellung der ersten Namen und Persönlich-keiten zu thun ist, und werden die Begebenheiten seines Lebens,
') Pontes, XI. Bd. I. Th. Weis, Urkunden von Heiligen-krenz I. 14v.
2) S. Raffelsberger, Geographisch-statistisches Lexikon s. v.