— 22 —
Jahren 1186 und 1192 erwähnt haben, so wird diese Urkundewenigstens dem Ende des 12. Jahrhunderts angehören, wennsie nicht noch einige Jahre später fällt.
Im Frühling des Jahres 1260 treffen wir Dietrich mitHerzog Leopold VI. in Passau, denn er bezeugt dort eineUrkunde, in welcher der Herzog dem Spital zum heiligen Egi-dius in Passan die Zahlung einer gewissen jährlichen Abgabeerläßt l). Am Ende dieses Jahres aber feierte er wahrscheinlichin Zwcttl daö Weihnachtsfest mit dem Herzog, denn ein paarTage darauf, am 28. Deccmbcr, fertigte derselbe dort zweiUrkunden, welche Dietrich bezeugt. In der einen bestätigte erdem Kloster Zwcttl alle seine Rechte und Freiheiten 2), in derandern ertheilte er den Bürgern von Zwettl dieselben Begün-stigungen und Rechte, welche die Bürger von Krems genossen^).In dieser zweiten Urkunde wird Dietrich angeführt als „Die-tricnis cls Inskitonstoino senior"; folglich hatte er damalsschon einen Sohn desselben Namens, der erwachsen genug seinmußte, um mit ihm verwechselt zu werden.
Im Jahr 1203 erscheint Dietrich zum ersten Mal inVerbindung mit steirischen Herren. Die Möglichkeit war gegeben,seitdem die Herzoge von Oesterreich 1192 Herzoge der Steier-mark geworden waren. Herzog Leopold VI. befand sich damalsin Admont und bestätigte dort am 2. Juni an das StiftSeckau alle Rechte, Freiheiten und Besitzungen, welche dasselbevon den steirischen Ottokaren erhalten hatte, und ebenso trafer am 4. Juni ebendort andere Verfügungen zu Gunsten des-selben Stifts 4). Beide Urkunden sind von Dietrich von Licch-
9 Meiller, a. a. O. 83. Nr. 15.
-) Meiller, a. a. O. 85. Nr. 20. Pontes, II. Abth. III. Bd.73. Inder lnmiationum dl. I?rvsttl. lieber die Zeitbestimmung siehe Meil-ler, Anm. 319.
9 Meiller, a. a. O. 84. Nr. 19.
9 Meiller, a. a. O. 87. Nr. 29 und 30. Vgl. Mnchar, Ge-schichte der Steiermark V. 36, wo das Jahr 1202 augegeben ist; ebenso beiChmel, Geschichtsforscher II. Regg. 18. 19. — Notizblatt 1856. 304.