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1 (1868)
Entstehung
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wir wissen '). Da nun kein anderes Schloß als ihr Wohnort erwähnt wird, bevor Heinrich I. Nikolsburg erwarb, sobleibt uns nichts übrig als anzunehmen, daß dieses SchloßLiechtenstein über der Brühl bei Mödling der erste Stamm-sitz des österreichischen oder fürstlichen Hauses war,wenigstens soweit als eben die authentische Geschichte zurückreicht.

Wenn wir die urkundlichen Nachrichten des 12. Jahr-hunderts, in denen des Namens Liechtenstein Erwähnung ge-schieht, unbefangen betrachten, so scheiden sie sich wie von selbstin zwei Gruppen, loeal wie persönlich in eine steierische undin eine österreichische, die sich durchaus nicht einander stören.Die eine schließt sich geschichtlich an die stcirischen Fürsten an,und hat ihren Mittelpunkt im Thal der Mnr in Obcrstcier-mark, die andere an die österreichischen Herzoge mit dem Sitzin der Gegend von Wien. Erst seitdem beide Länder denselbenHerren erhielten und unter dem Sccptcr der Babcnbcrger undHabsburger vereinigt blieben, erscheinen sie wcchsclswcisc hübenund drüben, die österreichischen Liechtensteiner in der Steier-mark und häufiger noch die steierischen in Oesterreich, ganznatürlich, weil der Hof des Fürsten hier häufiger war als dortan den ferneren Gränzen des Reichs.

Die ältesten Angehörigen des österreichischen Hauses.

Der erste der österreichischen Gruppe, dessen urkundlichErwähnung geschieht, ist Hugo von Liechtenstein; wir habenihn somit als den ältesten in der Geschichte und den Stamm-vater des fürstlichen Hauses zu betrachten. Sieben verschiedeneurkundliche Nachrichten führen ihn entweder als Zeugen oderals Gescheukgebcr auf, leider ist bei keiner derselben eine be-stimmte Jahreszahl der Datirung angegeben. Doch sind wir

h ^Vürmdi-Anä, Lob. 8. Weiß, Nrk. von Heiligenkrenz I.310. 314.