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1 (1868)
Entstehung
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Diese Hypothese der Genealogen aber, so knrz sie ist,steckt nicht minder voll Irrthümcr und Willkürlichkciten wiedie mitgctheilte Nachricht der Klosterncubnrgcr Chronik. Woll-ten wir auch das Zürcher Turnier gelten lassen, welches indie Reihe der fabelhaften Turniere gehört, so paßt doch HerzogHeinrich (IV.) van Kärnthen nicht, weil er schon ein Jahrfrüher ans der Fahrt nach Palästina im ionischen Meere er-trank. Der Kopf dieser Dednction, Leopold von Kuenringund Liechtenstein, welcher ein Sohn Ulberts oder Albero's I.(1118^-1138) von Kuenring sein soll/) scheint eine durchauserfundene Person zu sein, da er durch keinerlei Nachricht ge-stützt wird, wenn er nicht etwa ans einer Verwechslung miteinem späteren Kucnringer, Leutold I. von Dürrenstein, hervor-gegangen ist, welcher etwa um das Jahr 1245 geboren sein mußund also dem Alter nach höchstens ein Sohn seines vermeintlichenEnkels Heinrichs I. von Liechtenstein sein könnte. Die eigentlicheStammtafel der Knenringer kennt jenen Leopold gar nicht/)Ferner ist jener Dietmar von Liechtenstein, welcher als seinSohn genannt wird, ein Steirer von dem Hause Licchtenstcin-Mnrau, und dessen Sohn soll Heinrich sein, der ein Oester-reicher war, der Begründer des österreichischen Hauses. Letz-teres könnte nun allerdings möglich sein, und es ist das sogardie Ansicht Hormayr's, aber Heinrich müßte dann, wovon mitSicherheit das Gegentheil bewiesen werden kann, ein BruderUlrichs des Minnesängers sein. Zum Unglück für diese genea-logische Hypothese ist nun noch Heinrich I. nicht einmal dererste österreichische Liechtensteiner, sondern er setzt nur eine vor-handene Reihe fort, deren erster sich ebenso früh nachweisenläßt, wie einer der Knenringer.

y Hops a. a. O. 175 und 592.

y S. Meiller's Stammtafel der Knenringer im 8. Band derDenkschriften der Akad. d. Miss. Beil. III.