Fürst Moriz hatte au zahlreichen Affaircn des ereigniß-vollcn Jahres 1799 thcilgcnommen. Er hatte im Sommer inder Schweiz gekämpft und im Herbst wieder in der Pfalz. Beider Erstürmung der Schanzen von Neckarau durch den Erz-herzog Karl am 18. September und bei der Einnahme Mann-heims hatte er seine Truppen mit Ruhm angeführt und beiHeidelberg sich in das stärkste Feuer gewagt, bei welcher Gelegen-heit er auch durch einen Streifschuß verwundet wurde").
Das folgende Jahr (1899> war minder glücklich den öster-reichischen Waffen wie auch dem Fürsten Moriz, doch fand er anfsNeue Gelegenheit zur Auszeichnung. Er diente mit seinem BruderAlohS wiederum auf dem deutschen Kriegsschauplatz in der Armee,welche unter dem Befehl des Fcldzcugmcistcrs Kray der franzö-sischen unter Morcnu gegenüberstand. Am 3. Mai (1899) führteFürst Moriz die Vorhut, welche nuö einem Bataillon Infan-terie, einem Bataillon Jäger, zwei Schwadronen Husaren undvier Schwadronen Uhlanen bestand. Bei Lohdorf stieß man aufden Gegner und, obwohl derselbe weit überlegen war, stürmtedie Infanterie sofort Lohdorf, während der Fürst mit seinensechs Schwadronen sich auf ein feindliches Reiterregiment warf,dasselbe sprengte und in die Flucht trieb. Als am gleichenOrte auch die Hauptarmce in den Kampf gerietst, griff erwiederum mit seiner Avantgarde an und machte mehrere hundertGefangene. In gleicher Weise zeichnete er sich noch öfter indiesem Fcldzugc auS, so bei Vilöbiburg, Landshut, Frcisingen,und machte 24 Offiziere, drei Grcnadicrcompagnicn und außer-dem noch 347 Mann zu Gefangenen ^). Aber noch vor SchleißdcS Jahres ereilte ihn selber das Schicksal, in die Gefangenschaftzu gerathen, ein Schicksal, das seinen Bruder Alohs schon imSommer getroffen hatte. Fürst Moriz hatte damals seinenschwer verwundeten und gefangenen Bruder während des Waffen-
st Gesch. der kais. Kriegsvölkcr II. 243.9 Wurzbach, a. a. O. 169.