fleißigen und höflichen jungen Mann, der dem Minister sehrergeben sei. Nach Ausbruch der Revolution kehrte er aber wegender Erkrankung seines VatcrS nach Wien zurück.
Nach dem baldigen Tode des Vaters übernahm er dasMajorat und vermählte sich am 28. September 1789 >) mitAnna Gräfin Khcvcnhüllcr, der zweiten Tochter des GrafenAnton Khevenhüllcr-Mctsch, welcher seit 1782 das Amt einesGouverneurs in den inncröstcrrcichischcn Ländern bekleidete. Am23. Octobcr 1790 brachte sie ihm einen Sohn zur Welt, welcherwieder den Namen des Vaters und Großvaters erhielt^).
Ungeachtet der junge Fürst Karl nun Majoratsherr ge-worden, blieb er im Dienst. Der neue Kaiser Leopold nahm ihnin besondere Gunst, ernannte ihn zum Director der Cabincts-kanzkci, womit er ihm Wohl den größten Beweis des Vertrauensgab. Er nahm ihn dann mit zur Krönung nach Frankfurt undsendete ihn im November nach Paris, um dem französischenHofe seine Thronbesteigung anzuzeigen. Fürst Karl hatte zugleichdie Aufgabe, über die Lage der Königin Marie Antoinettc zuberichten. Nach Wien zurückgekehrt, blieb er unausgesetzt in derVertrauensstellung des Kaisers. Dieser weihte ihn in seine Politikein, ging mit ihm spazieren, nahm ihn im Frühjahre 1791mit nach Italien, dann im Sommer nach Pillnitz und Prag.Der Fürst Karl schrieb seiner Mutter, wie gütig und vertrautder Kaiser mit ihm sei, daß er selbst denselben wie einen Vaterbetrachte und ihm alles sage -st. Der frühe Tod des Kaisersmachte freilich diesem schönen Verhältnis^ ein baldiges Ende.
Fürst Karl gab nach dem Tode Leopolds den Posten alsCabinetsdirector auf und blieb bei dem jungen Kaiser Franznur als dienstthuender Kämmerer, in welcher Eigenschaft er nurzweimal in der Woche bei Hofe zu erscheinen hatte. Er sollte
>) Nach Wolf im Januar 1790.2) Wolf, 220.l-) Wolf, 229.