^on dm Söhnen des Fürsten Karl (I.), des Stamm-vaters der jüngeren Linie, nahm der älteste Karl sll.) ein jähesund unerwartetes Ende. Er führte wie sein Vater den BeinamenBorromäus. Geboren am 1. März 1765, genoß er unter denAugen seiner ausgezeichneten Mutter eine sorgfältige Erziehung,doch bereitete er ihr schon in jungen Jahren mancherlei Sorge,denn bei gutem Kopf und vortrefflichem Herzen hatte er denfröhlichen Sinn frischer Jugend. Gegen den Willen des Vaters,aber auf Wunsch der Mutter sollte er in den Civildienst eintreten.Zum Zweck der Studien ging er erst mit einem Hofmeister nachGöttingen, wo er bei Schlözer und Pütter einige Collegien hörte,und machte dann unter dem Namen eines Baron Mcseritsch eineReise durch Deutschland, Holland und England. Im Jahre l.78?kehrte er zurück. Der Kaiser bestimmte ihn nun für den admi-nistrativen Dienst in den Niederlanden unter dem MinisterTrautmannsdorf. Von der Erzherzogin Marie Christine wurdeer in Brüssel gütigst aufgenommen. Sie schildert ihn als einen
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