Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
322
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dcs 24. September erzählt Gcntz von einer Unterredung, welcheer mit dem Fürsten Johann selbst gehabt habe'). „Ich habeihm angekündigt, daß ich gekommen sei, ihn feierlich einzuladen,den Staat zu retten, bevor es zu spät sei. ... Er hat mir mitgroßem Interesse zugehört und mir in bewunderungswürdigerWeise geantwortet. Er sagte mir, daß er schon mehr Versuchegemacht habe, als ich zu glauben scheine, den Kaiser seiner uuheilvollcn Verblendung zu entreißen, daß er fast alle Mittel er-schöpft habe..., indessen sei er entschlossen, noch eine Anstrengungzu machen, bevor er am Erfolg verzweifle" u. s. w. Gcntz fügt,nachdem er die ganze Unterredung berichtet, noch hinzu: „DerFürst hat in diesem Gespräch einen wahrhaft großen Charakterentwickelt, gesunde Ansichten, edle und auserlesene Gefühle undviel mehr Geist und Kcnntniß in Sachen der Menschen und Dinge,als ich ihm in der Zeit meines ungerechten Vorurthcils gegenihn zugetraut hätte." An einer Stelle berichtet er ganz eingleiches Urthcii dcs Hofrathcs Hudclist: Derselbe betrachte ihnebenso als den einzigen Menschen, der fähig sei, die Monarchiezu retten oder aufrecht zu halten, und er habe vollkommen dieGröße und Schönheit seines Charakters begriffen 2). Ebenso läßter den Prinzen Reuß, der damals Adjutant des Fürsten war,diesen den einzigen großen Charakter nennen, der auf unsererSeite in dieser ganzen unglücklichen Unternehmung zum.Vor-schein gekommen ^).

Der Fürst Johann selbst war, wie schon angegeben, mita llen klaren und bedeutenden Köpfen in Armee und Staat fürden Frieden, freilich unter möglichst ehrenvollen Bedingungen.Aber diese waren schwer zu erringen, denn Napoleon zeigte sichdem Fürsten gegenüber in allen Unterredungen weitaus zäherund unnachgiebiger, als er es im Jahre 1805 gewesen war.

') A. n. O. 158.2) A. a. O. 200.-) A. a. O. 198.