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3 (1882)
Entstehung
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reicher ihre Stellung behauptet hatten, verkündet wurde. Wahrenddcö Waffenstillstandes, am 31. Juli, legte der Erzherzog Karlden Oberbefehl nieder, welcher nun dem Fürsten Johann übertragen wnrdc. Er hatte aber keine kriegerische Aufgabe zu er-füllen, nur die Friedensverhandlungen zum Abschluß zu bringen.Mit der Ucbcrtragung des Oberbefehls wurde der Fürst zugleichzum Fcldmarschall ernannt.

Der Fürst Johann hatte die Lage der Dinge schon langenicht in rosigem Lichte angesehen >). Er wußte, daß Napoleonam nächsten Tage, dem l2. Juli, die Schlacht erneuern werde,daß viele neue französische Truppen angekommen, welche frischden ermüdeten Ocstcrrcichcrn gegenüber in den Kampf geführtwürden; er sah voraus, daß der Tag aller Wahrscheinlichkeitnach mit einer Niederlage der österreichischen Armee enden werde.Er konnte daher nicht lange Bedenken tragen, den Waffenstill-stand abzuschließen, obwohl derselbe augenblicklich gegen dieStimmung der Armee lief. Er verhandelte ihn persönlich mitdem Kaiser Napoleon, den er lange vergebens gesucht hatte.Unterzeichnet wurde der Waffenstillstand am 12. von Berthier undBaron Wiinpffcn, dein Chef des Gcncrnl-Quarticrmcistcrstnbcs.Kaiser Franz war nur mit Mühe zur Bestätigung zu bewegen.Es waren eben, wie in Land und Armee, so am Hofeim Ministerium, zwei Parteien, eine für den Frieden, undeine für die Fortsetzung des Krieges. An der Spitze dieser letzterenstand im Anfange der Minister Stadion. Doch kam auch erim Laufe des Waffenstillstandes zu der Ueberzeugung, daß derFriede eine Nothwendigkcit sei. Erzherzog Karl wie der FürstJohann waren von der Unmöglichkeit überzeugt, den Krieg fort-zusetzen, ohne die Monarchie völlig zu Grunde zu richten undzur Auflösung zu bringen. So bemühte sich denn auch derFürst um den endlichen Frieden, wie er den Waffenstillstandzu Stande gebracht hatte. Als es eine Weile schien, als sollte

>) Gentz, Tagebücher 86.