Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
319
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Glückwünsche und nahmen gar kein Ende mehr, so daß an eineBenützung dcS Sieges gar nicht gedacht wurde."

Der Erfolg der Schlacht gab einige Ruhe, bis Napoleonmit Anfang Juli einen neuen Ucbcrgnng von der Loban auchdiesmal in östlicher Richtung, versuchte. Dies führte zur großenSchlacht von Wagram, wo das gewaltige Ringen der Hccrcs-masscn nach den kleineren Borkämpfcn und Cavallcricgcfcchtcnam 5. Juli des Abends 7 llhr begann und am nächsten Tagebis Nachmittag dauerte. Die Ucbcrflügclung und Zurückdrängungseines linken Flügels bcwog den Erzherzog Karl zum Rückzüge.Der Fürst Johann hatte das Rcscrvccorps mit der großen Ca-vallericmassc befehligt und seine Aufstellung hinter Deutsch-Wagram in der Mitte der hakenförmigen Schlachtlinic gehabt.Die Berichte rühmen von ihm, daß seine Cavallerie im heftigstenKugelregen kaltblütig wie auf dem Exerzierplatze manövrirt habe.Am 5. Juli Nachmittags riß eine Kanonenkugel das im gestrecktenGalopp hineilende Pferd des Fürsten zusammen. Jndeß erunter dem todtcn Pferde lag, gingen die Kartätschenladungendes Feindes über ihn hinweg. Wunderbarer Weise blieb er,wie immer, auch hier unverletzt; er kam wieder hervor, schwangsich auf ein Dragonerpfcrd und eilte aufs Neue seinem Ziele zu.Kaum minder glücklich war er am nächsten Tage. Auch diesmal er-hielt er keine Wunde, sondern nur eine Contusion, aber wie gewöhn-lich war es sein Pferd, welches wiederum schwer getroffen wurde.

Noch einmal in diesem Kriege und zum letzten Male inseinem Leben sollte er dem Feinde auf dem Schlachtfclde gegen-über stehen. Es war bell Znnim, wo die langsam sich zurück-ziehende österreichische Armee von den Franzosen ereilt undzum Kampfe gezwungen wurde. Mit dem Fürsten Johann be-gann die zweitägige Schlacht am 10. Juli, da er den Zug überdie Thayabrücke deckte und dabei von Marmont angegriffenwurde; mit ihm endete sie auch, da ihm wiederum die Aufgabegeworden war, einen Waffenstillstand abzuschließen, welcher amAbend des 11., da die Schlacht noch fortdauerte und die Oester-