Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
300
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Johann übernahm das Connnando eines CnvallcriccorpS, dassich freiwillig gebildet hatte Aber die Friedenspräliminarienvon Leoben, welche am 17. April unterzeichnet wurden, machtendie Anstrengungen und Bemühungen umsonst. Der Fcldznghatte einstweilen ein Ende.

Es war ein Aufschub für kurze Zeit. 1799 begann derKrieg zwischen Oesterreich und Frankreich aufs Neue und ver-schaffte dem crstcrcn die Gelegenheit zu einem überaus glor-reichen Feldzug, an welchem auch der Fürst Johann mit ge-wohnter Auszeichnung den rühmlichsten Antheil nahm. DerKrieg wurde wiederum in Deutschland, wo der Erzherzog Karlcoinmandirtc, sowie in Italien geführt. Der Fürst befand sichdiesmal bei der Armee in Italien, welche der General Mclasbefehligte. Dieser schrieb dein Fürstenaus dem HauptquartierCnndia am 22. Mai 1799" den folgenden Briefs):

Da ich vernommen habe, daß Eure Durchlaucht mit dem Ka-vanagh'schen Kürassierregiment zu marschiren gesonnen wären, solchesaber zur Blokade von Mantua, das Würtembergische Dragoner-rcgiment hingegen hierher zur Armee zu rücken bestimmt ist, soüberlasse ich es gänzlich Eurer Durchlaucht Wohlgefallen, zu dereinen oder anderen Bestimmung sich zu begeben. Nur muß ichbemerken, daß es mich viel mehr freuen würde, wenn Eure Durch-laucht hierher zur operirenden Armee kommen wollten, indemdiese einen großen Mangel an Generalen leidet und durch dieAnkunft Eurer Durchlaucht viel gewinnen würde. Ich ersucheEure Durchlaucht, mir bekannt zu geben, wohin Dieselben sich be-geben werden, damit ich die fernere nöthigc Eintheilung beiZ-U-n wffm

Der Fürst entschloß sich, ohne Zögern zur operirendenArmee zu gehen. Was sich hier zunächst mit ihm ereignete, erzählt

>) Sporschill, a. a. O. IUI.2) Ridler, a. a. O. S9.