Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
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warc. Ich habe den Karl Schwarzenberg auf einige Minutengesehen. Sic können sich denken, wie kurz dieser Augenblick war,da ich nicht einmal Zeit fand, mit ihm von Ihnen zu sprechen.Ich liebe ihn unaussprechlich; er ist aber auch der biedersteMensch von der Welt. In vierzehn Tagen, hoffe ich, wird unsereAufgabe gclösct sein, und wenn die Sache so geht, wird es mirnicht Schande bringen. Ucberdics habe ich mir auch Freunde ge-macht; es bleibt mir also nichts zu wünschen übrig als IhrBeifall. Der Erzherzog gicbt mir recht oft Beweise der größtenZufriedenheit."

Die französische Armee hatte ihren Marsch von Schwein-furt auf der rechten Seite des Mains genommen; die Oester-reicher marschirtcn auf dem linken Ufer, zu welchem auch derFürst Johann mit der Avantgarde zurückgekehrt war. Die rascheEinnahme von Würzburg brachte den Feind zum Stehen, dochkonnte der Erzherzog selbst mit der Hauptarmec erst in derNacht vom 2. aus den 3. September den Main bei Kitzingenüberschreiten und so erst den 3. Angesichts des Feindes auf demSchlachtselde erscheinen. Am Tage vorher aber hatten die Vor-truppen bereits heftige Gefechte geführt und ein solches ins-besondere Fürst Johann bei Körnach im Mittelpunkt der feind-lichen Stellung zu bestehen gehabt. Nach langem Kampfe warer erst gegen Abend gezwungen worden, vor der Uebermacht seineReiterei auf die Höhen rückwärts zurückzuziehen. Hier aber aufderselben Stelle fiel am nächsten Tage die Entscheidung derSchlacht, welche bis zum Nachmittag unentschieden gedauert hatte,und zwar ebenfalls durch die Reiterei und die Mitwirkung undFührung des Fürsten Johann. Ein überaus heftiger Angriffder österreichischen Reiterregimenter warf erst die französischeReiterei, dann die gegenüberstehende Infanterie über den Haufenund durchbrach die feindliche Stellung, so daß hier die Divi-sionen Championnet und Bernadette die gewonnene Stellungaufgeben und sich hinter den Körnachbach zurückziehen mußten.