Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
293
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schickte noch zwei anderen Escadroncn Husaren und zweien Es-cadroncn Fcld-Carabinicrcn Befehl zu, mir im Galopp mit derersten Division zu folgen, womit ich nllsoglcich eine zweite Stellungformirtc. Hierauf machte ich Halt, um die oben erwähntenTruppen zu erwarten. Die Plänkler feuerten indcß fort, und ichwar froh, sie bis zur Ankunft meiner Truppe aufzuhalten, diein einer halben Stunde ankam. Ich stellte eine Division in einemThalc auf, mit dem Befehl, sich nach meinen Bewegungen zurichten. Auf der Höhe, auf der ich mit den übrigen vorrückte,bemerkte ich, daß die Wallonischen Reiter ihnen im Rückenwaren. Ich ließ zum Angriff blasen, das Terrain war durchden heftigen Regen sehr verwüstet. Indessen, nachdem wir eineLadung ausgehnltcn, griffen wir eine Abtheilung der Truppe an,welche theils niedergesäbelt, theils gefangen gemacht wurde. Ichgab mich nicht selbst mit dem Metzeln ab; im Gegenthcil Hab'ich den Trost, mehr als 30 Franzosen das Leben gerettet zuhaben, die sich zwischen mein Pferd warfen und die von denerbitterten Husaren wären niedergesäbelt worden, obschon sie sichergeben hatten. Nachdem ich hierauf meine Truppe wieder ge-sammelt hatte, verfolgte ich den Feind anderthalb Stunden überdie erste Stellung hinaus, brachte ihm eine große Niederlagevorzüglich durch das Kartätschenfeuer der fliegenden Artilleriebei und machte 500 Gefangene, die ich ins Hauptquartierschickte. Ich ließ hierauf meine Stellung wieder einnehmenund kehrte nach siebcnstündiger Arbeit in das Lager zurück.Mein Pferd war ganz zu Grunde gerichtet; ich ritt dreimaldurch einen Fluß bis über die Pferdegurte. Mit einem Wort,es war eine gewaltige Arbeit. Doch freut mich jede Beschwerlich-keit und Plage um so mehr, da man mit mir zufrieden zusein scheint."

Vorposten, 12. August 1796.

Dieser Brief ist für Dich, theuerste Gattin, und für ineinegeliebte Mutter; ich weiß aber nicht, ob ich ihn werde endigen