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setzten sie den Verkehr durch Besuch nuf dm Landhäusern undSchlössern oder durch fleißige Briefe fort. Geistreich und gewandtwie sie waren, unterhielten sie sich durch Conversation, bei welcherdie Fürstin Eleonore durch ihre Munterkeit den Ton anzugebenpflegte. Den Herren gegenüber war der Cirkel durchaus cpckusiv;der eine und der andere hatte es versucht, dort heimisch zu werden,aber nur bei dreien geschah es wirtlich: bei dem FcldmnrschallLach, dem Obcrstkäimnercr Grafen Roscnbcrg und dem KaiserJoseph. Beide crstcrc, edel, fein und hochgebildet zugleich, warenwahrhaft Freunde und Vertraute der Damen; beide waren un-vcrhcirathet. Kaiser Joseph stand nach dem Tode seiner zweitenFrau, die er nie geliebt hatte, und nach dem Tode seiner Tochterallein und vereinsamt. Er wollte nicht wieder hcirathcn, hatteaber doch Sehnsucht und Bedürfnis; nach weiblichem Umgang.Was er suchte nach seiner Anregung gebenden und Anregungbedürftigen Art, das fand er eben in dem Kreise der fünf„Fürstinnen", an welchen er sich bald in intimster Weise an-schloß. Von allen war es freilich die Fürstin Eleonore, welcheihn anzog, so daß seine Zuneigung seinerseits zu völliger Liebewurde. Da' sie aber, beunruhigt mehr als erfreut durch solcheGefühle, gemessen und zurückhaltend blieb, so klärte sich auchseine Liebe bald zu aufrichtiger und ergebener Freundschaft ab.In den ersten Jahren (1770 und 1771) kam der Kaiser nochselten in diesen Kreis, von 1772 an aber regelmäßig drei- bisviermal in der Woche. Er ruhte hier aus von der Arbeit desTages, aber sein lebhafter Geist gab sich ganz der Unterhaltunghin. Man sprach wenig von Politik, aber von allen Ereignissenund bewegenden Ideen der Zeit. Joseph wurde so die Seele,der Mittelpunkt dieser Gesellschaft. Für die Fürstin Eleonore,nachdem er einmal seine Gefühle überwunden hatte, blieb er stetsgleich in reiner, abgeklärter Freundschaft. Der Biograph >)schildert ihr Verhältnis; mit folgenden Worten: „Seit sich beide
st Wolf, 142.
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