Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
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257
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Lieutenants, welche jünger waren und nicht die gleichen Verdienstehatten, wurden ihm vorgezogen. Beide, der Fürst und dieFürstin, erkannten darin eine große Beleidigung. Der Fürst gingzum Kaiser und verlangte seine Entlassung. Aber sowohl derKaiser sowie die Kaiserin verweigerten die Annahme derselben;sie wollten ihn nicht aus dem Dienste scheiden sehen. Sa kames denn bald darnach, nachdem Kaiser und Kaiserin die FürstinEleonore auf einem Hosballc besonders ausgezeichnet hatten, zueiner vollen Aussöhnung und Beilegung des Zwistes. DieKaiserin empfing den Fürsten aufs Neue mit ausgezeichneterHuld und legte ihre Freude darüber mehrfach an den Tag. Soschrieb sie am 9. Jänner 1771 an Lach:

(Marlss cls 1a msillsurs Arnes s'sst scmrnis sairszdns pmrlsr da zmpisr cm «gruttsr. .Is von.» avons, eelams ladt Araud plaisir. d'sn ai d'aloord doirmzs park äI'blmzzsrsnr In oomsdis; doims^ vir pari an loon pa-triarolre cls In kamills, Is prines ?raneoisH." Fürst Karlblieb im Dienst und wurde als commandirender General nachPrcßburg versetzt.

Zu dieser Zeit geschah es, daß der alte Fürst Emanuclstarb (15. Januar 1771) und Fürst Karl in die Secundo-genitur eintrat und mit dem zweiten Majorat die HerrschaftKrumau in Mähren sowie die auf ihn entfallenden Fideicommiß-Capitalicn erhielt. Das vergrößerte Einkommen kam ihm sehrzu statten, denn er brauchte reichlich für sich selber, und seineLebensweise und die Stellung in Prcßburg machten erhöhte An-sprüche, obwohl er dort ohne Gemahlin lebte, die ihn nur abund zu besuchte 2). Im August 1772 verlieh ihm die Kaiserindie Anwartschaft auf das Generalcommando in Niederösterreich,doch da der Inhaber desselben, der alte Fcldmarschall GrafNeipperg, noch lebte, so mußte er die Verleihung geheim halten,

-) Arneth, IX. 614.2) Wolf, 109.

Falke, Liechtenstein. III. Band.

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