Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
154
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Mcin Herr!

Ach habe Ihren Brief vom 2. April richtig erhalten undich bezeichne Jhncn hicrinit dir Verpflichtung, welche ich für dieSorgen trüge, die Sic für meine kleinen Angelegenheiten Hubennehmen »vollen, nämlich in Betreff der Rückzahlung der Summe,welche der Fürst Liechtenstein die Güte gehabt Hut mir zu leihen.Wollen Sic die Freundlichkeit Huben, sie dem Bunguicr Peltz zuAmsterdam auszuzahlen und mir durch Vermittlung des HerrnDemerath >) in einem Briefe den Wechsel zu schicken, zahlbar demTräger. Wollen Sie dann zur selben Zeit mir eine Obligationschicken, so wie Sic dieselbe für angemessen halten, und mir zu-gleich angeben, an wen ich die Interessen dcö Capitals sendensoll, zu deren jährlicher Zahlung ich mich verpflichte. Zu mehrererSicherheit könnte ich die Hypothek eines Landgutes von 80,000Thalern geben, welches, da es eine Erwerbung ist, im Fallemeines zu frühen Todes weggegeben werden kann. Ich bitteSie, den Fürsten Liechtenstein wissen zn lassen, daß ich so sehrwie möglich für den Dienst erkenntlich bin, den er mir machenwill, und daß, wenn ich jemals in der Lage bin, ihm einenähnlichen oder einen doppelten zu thun, ich mir eine Pflicht undein Vergnügen daraus machen werde, ihn zu thun. Ich weiß,daß es Fürsten giebt, denen man Geld geliehen hat und die esnie zurückgegeben haben, aber alle waren Leute ohne Gefühl undEhre. Mit mir risquirt man nichts in dieser Beziehung. DasUnangenehmste, was sich ereignen konnte, wäre, wenn ich stürbe;aber wenn meine Obligation vorgebracht wird, so wird meineWittwe, meine Familie sicherlich zahlen, im Falle mein Vaternicht zahlen wollte. Sie würden mich verpflichten, mein Herr,wenn Sie mir diese Obligation im Monat Mai zukommenließen."

y Des schon erwähnten österreichischen Geschäftsträgers in Berlin.