Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
152
Einzelbild herunterladen
 

152

dm er cinc wahrhafte Hochachtung hnbc. Der Fürst ersuchtdann um baldigste Antwort und bittet, daß der Kronprinz denBrief für den Kaiser ihm zusenden möge.

Auch von Suhm finden sich weiter keine Briefe im Liechten-steinischen Archiv. Schwerlich hatte die Verbindung mit seinerUcbcrsicdlung nach Petersburg aufgehört. Freilich der Wunsch,seine Pension durch Oesterreich verdoppelt zu sehen, war wohldurch seine Mission hinfällig geworden, aber er hatte bereitsim vorausgegangenen Jahre 1735 durch Bemühen des FürstenWenzel eine österreichische Pension erhalten; wenigstens war sieihm zugesagt worden. Dies geht aus dem oben bereits ange-führten Briese Bartenstcin's vom 7. September 1735 hervor').Es heißt darin:Was den Herrn von Suhm betrifft, fern da-von ihn zu vergessen, so kann ich sagen, daß die Angelegenheitnicht verfehlen wird zu rcussircn. Ich habe mehr als einmaldarüber mit dem Grafen Starhemberg gesprochen und mehr alseinmal hat Se. Excellenz mir zu erkennen gegeben, daß er meineBetrachtungen billige. Wenn er mir gesagt hätte, auf der Stelleden Vortrag an Se. Majestät zu machen, damit die Anweisungan die Bank erfolge, so wäre die Sache bereits in Ordnungund Suhm im Genuß seiner Pension. Aber obwohl meine Be-mühungen allen Erfolg hatten, den ich wünschen kann, zögertman, sie in Ausführung zu bringen, und die Zeitumständemachen, daß ich oft mit Aufträgen beladen bin, welche mich ver-hindern, sie so oft zu wiederholen, wie ich wollte. Eure Durch-laucht verstehen mich, ohne daß ich mich weiter erkläre. Ichwerde indessen nicht unterlassen, die Sache bestens vorwärts zubringen, und ich wage mir zu schmeicheln, daß ich reussiren werdeungeachtet aller Verzögerungen. Ich bitte Eure Durchlaucht, diesenPunkt in einem besonderen und ostensibel» Brief berühren zuwollen. . . ."

Die Geldangelegenheit mit Friedrich dem Großen warnoch nicht zu Ende, wenn auch die intime Correspondcnz mit

>) Liechtenst. Archiv R. U. 2.