Revolution zu erwarten, weil, wcun sic eintritt, ich sicherlichniemandes bedarf und ich,keine anderen Sorgen habe, als dieGelegenheit zu suchen, meine Dankbarkeit hier zu beweisen undinsbesondere Eurer Durchlaucht in einer Weise, um Sic urthcilcnzu lassen, daß ich die Güte verdiene, die man mir erwiesen hat.Wenn ich das Glück hätte, Eure Durchlaucht eine Stunde zuunterhalten, so würden Sic überzeugt sein, daß ich mich nichtmit leerer Hoffnung schmeichle. Und wenn ich einen sicherenWeg wüßte, so würde ich Briefe unseres sehr würdigen Freundes')schicken, welche zeigen würden, daß, wenn ich auf ihn baue, ichauf einen König baue. Ich werde mich begnügen, hier das Endeseines letzten Briefes zu copiren, wo er mir sagt 2): ,MeineWünsche, mein thcurer S., entsprechen vollkommen den Ihrigen.Wenn Sic wünschen, bei mir zu sein, so kann ich Sie versichern,daß ich nicht weniger glühend wünsche, Sie hier zu sehen. Könntedoch der Himmel, einmal weniger feindselig, als er es mir immergewesen, diesen einzigen meiner Wünsche erfüllen! könnte er unsereGeschicke derart vereinigen, daß nur der Tod uns trennt, derallein mich verhindern kann, Ihnen die Beweise der wahrenAchtung und Freundschaft zu geben, mit welcher ich, mein theurerS., bin Ihr treuest zugeneigter Freund/ Sie sehen, Mon-seigneur, daß es sich nach solchen Versicherungen, ohne Ihnenvon anderen noch positiveren zu reden, für mich nur darumhandelt, zu leben und Zeil zu gewinnen, und eine Zeit, welchevielleicht nicht so fern ist, wie man denkt. Das ist es auch,was er mir bei unserer Trennung empfohlen hat; und das istes daher, was alle meine Sorge macht. Ich würde davon be-freit sein, wenn man hier meine Pension verdoppeln wollte, aberso viel ich sehe, hat das nicht den Anschein. — Ich glaube viel-mehr, daß man mir den Postens zurückgeben wird; das aber,
') Des Kronprinzen.
si Diese Stelle steht in einem Briefe aus Neinsberg vom 26. August1736, abgedruckt in der obenerwähnten Oorrosxonckanos ote. I. 104.
2) Als Gesandter in Bertin?