Druckschrift 
3 (1882)
Entstehung
Seite
145
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esse, thcils in demjenigen des Kronprinzen Friedrich. ES sind nnrwenige Briefe klar nnd deutliä), zum Thcil in Chiffcrn geschrieben,wir thcilen sie aber (in Übersetzung) mn so lieber mit, nls sienicht nur zur Geschichte des Fürsten Wenzel gehören, sondernauch zu jenem merkwürdigen und berühmten Freundschastsver-hältniß einen interessanten Beitrag gewähren.

Der erste erhaltene Brief ist datirt Dr. (d. i. Dresden)den l3. September 1736. Er war nicht der erste, wie ebenans dem Anfange zu ersehen ist:

„Monscigncur!

Ich habe mir die Ehre gegeben, Eurer Durchlaucht zu schreibennach meiner Ankunft hier, vom 27. vorigen Monats, und ichzweifle nicht, daß der Brief, den ich an den Baron von Gitternndrcssirt habe, wohl angekommen ist. Er war in klagendem undunzufriedenem Tone gehalten, ebensowohl aus Liebe zu EurerDurchlaucht als meinetwegen. Ich habe hier ein Memoire über-geben, um eine Gratification zu verlangen, welche man mir schonim vorigen Jahre versprochen hatte, um der doppelten Ausgabezu genügen, zu der ich gezwungen war, indem ich selbst zuB.') lebte, aber mein Hans zu L. 2) zu unterhalten hatte.Aber bis jetzt habe ich weder Antwort noch Resolution er-halten, und ich habe Grund zu glauben, daß, da gewisse Re-volutionsideen gegenwärtig ferner zu sein scheinen, man sichbegnügen wird, mir die Pension von 1500 Thalern fortzuzahlen,nnd daß man glaubt, ich könne damit warten, bis der Fall ein-tritt, wo man sich meiner wird nützlich bedienen wollen. — Ichgestehe Eurer Durchlaucht, daß, wenn diese Pension zu meinerSubsistenz hinreichend wäre, ich mich mit meiner Lage begnügenwürde und es nicht anders verlangen, als ganz sacht diese

-) Berlin.

2) Liibben.

2) Es sind damit offenbar die Veränderungen gemeint, welche manbei dem Tode des Königs von Preußen erwartete.

Falke, Liechtenstein. III. Bd. 1»